Illustration eines Wohnhauses auf einer Hand vor einer Konjunkturkurve

Wohneigentum

Die Wohneigentumsmärkte im Kanton St.Gallen blieben auch zu Beginn des Jahres 2026 stark angespannt. Die Nachfragedynamik hat sich in den letzten Monaten zwar etwas abgeschwächt, dennoch übersteigt die Zahl der Kaufinteressierten in beiden Segmenten weiterhin deutlich die Zahl der ausgeschriebenen Objekte.

Auch die zwischenzeitlich stärkere Bautätigkeit führte zuletzt nicht zu einer weiteren Ausweitung des Angebots, da zusätzlicher Wohnraum rasch vom Markt absorbiert wurde. Entsprechend verteuerten sich die Eigenheime im Frühjahr 2026 abermals, auch wenn erste Anzeichen auf eine Abschwächung des Preisauftriebs hindeuten.

Wohneigentum Kanton St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden

Ausgabe vom Juni 2026 mit Datenstand April 2026

Regionen im Überblick

Region St.Gallen

Der Eigenheimmarkt in der Region St.Gallen ist nach wie vor sehr angespannt. Die Nachfrage nach Wohneigentum hat im 1. Quartal 2026 weiter zugenommen und übersteigt zurzeit das verfügbare Angebot deutlich. Auf den Vermarktungsportalen stehen jeder inserierten Eigentumswohnung im Schnitt rund 4 Kaufinteressierte gegenüber, bei den Einfamilienhäusern sind es mehr als 7. Entsprechend setzte sich hier der Preisauftrieb der vergangenen Jahre fort. Unterstützt wird diese Entwicklung unter anderem durch die weiterhin günstigen Finanzierungskonditionen. Wohneigentum dürfte damit auch in den kommenden Monaten gefragt bleiben.

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Region Appenzell Ausserrhoden

Wohneigentum ist in der Region Appenzell Ausserrhoden anhaltend beliebt. Im Frühjahr 2026 entfielen auf jede inserierte Eigentumswohnung knapp 3 Kaufinteressierte; bei den Einfamilienhäusern waren es rund 3.5 Suchende pro Inserat. Am grössten ist die Nachfrage in beiden Segmenten im Bereich der Objekte mit inserierten Kaufpreisen bis 1.5 Millionen Franken. Neben den nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen dürfte das erhöhte Kaufinteresse auch darauf zurückzuführen sein, dass Wohneigentum in dieser Region – je nach Gemeinde – zu vergleichsweise günstigen Preisen erhältlich ist. Demgegenüber steht jedoch eine sehr begrenzte Auswahl.

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Region Linthgebiet

Der Wohnungsmarkt im Linthgebiet steht weiterhin stark unter Druck. Zwar hat sich das Nachfragewachstum gegenüber den Vorjahren leicht abgeschwächt, das Niveau der Bautätigkeit reicht jedoch immer noch nicht aus, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Die Gegenüberstellung von Suchabonnements und den auf Vermarktungsplattformen ausgeschriebenen Objekten zeigt im Frühjahr 2026 nach wie vor einen Nachfrageüberhang: Einer inserierten Eigentumswohnung stehen durchschnittlich rund 7 potenzielle Käufer gegenüber, bei Einfamilienhäusern sind es mit 11 Suchenden pro Objekt sogar noch deutlich mehr.

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Region Rheintal

Der Eigenheimmarkt im St.Galler Rheintal zeigt sich trotz des anspruchsvolleren Marktumfelds robust. Im Vergleich zu anderen Ostschweizer Regionen besteht hier ein grosses Angebot an Eigentumswohnungen, während die Wohnungsnachfrage aufgrund der exportorientierten Wirtschaftsstruktur stärker den aktuellen konjunkturellen Risiken ausgesetzt ist. Dennoch hat sich die Zahl der Kaufinteressierten im Frühjahr 2026 erneut erhöht. Unterstützt wird die Nachfrage insbesondere durch das weiterhin günstige Finanzierungsumfeld. Zudem stärkt die gute Anbindung an die überregionalen Arbeitsmärkte die Attraktivität der Rheintaler Gemeinden als Wohnstandort.

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Region Sarganserland

Das Sarganserland gewinnt als Wohnstandort immer mehr an Attraktivität. Vergleichsweise erschwingliche Immobilienpreise, die hohe landschaftliche Qualität und die gute Erreichbarkeit regionaler Zentren machen die Region besonders für Haushalte interessant, die naturnah wohnen möchten. Die entsprechend rege Nachfrage nach Wohneigentum trifft jedoch auf ein knappes Angebot: Sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern kommen derzeit auf jedes inserierte Objekt mehr als fünf Suchende. Damit zählt das Sarganserland zu den angespanntesten Wohnungsmärkten im Kanton St.Gallen, was sich im Frühjahr 2026 erneut in steigenden Preisen widerspiegelte.

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Region Toggenburg

Die Eigenheimmärkte im Toggenburg sind zwar weniger angespannt als im übrigen Kanton St.Gallen. Gleichzeitig verzeichnete die Region im Frühjahr 2026 den stärksten Nachfrageanstieg in beiden Segmenten des Wohneigentums, gemessen an der Anzahl der auf Onlineportalen geschalteten Suchabos. Neben dem günstigen Zinsumfeld dürfte das erhöhte Kaufinteresse auch darauf zurückzuführen sein, dass Wohneigentum in den Toggenburger Gemeinden zu vergleichsweise günstigen Preisen erhältlich ist. Dem steht jedoch eine begrenzte Auswahl gegenüber, was die Preise erneut steigen liess.

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Region Werdenberg

Die Region Werdenberg hat sich als attraktiver Wohnstandort für Haushalte etabliert, die eine gute Erreichbarkeit grösserer Arbeitsmärkte mit erschwinglichem Wohneigentum in naturnahen Wohnlagen verbinden möchten. Der Zuzug sowohl aus dem Ausland als auch aus anderen Kantonen wie Zürich und Schwyz hat die Preise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern in den vergangenen Jahren zum Teil stark nach oben getrieben. Zwar stiegen die Preise Anfang 2026 weiter an, allerdings hat sich das Tempo der Preisentwicklung gegenüber den Vorjahren deutlich abgeschwächt.

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Region Wil

Die Region Wil zählt zu den gefragtesten Wohnstandorten im Kanton St.Gallen. Die gute Erreichbarkeit, zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der Region sowie die Nähe zu den Wirtschaftszentren St.Gallen und Zürich zählen zu den wichtigsten Standortvorteilen der Wiler Gemeinden. Entsprechend verzeichnet die Region seit mehreren Jahren einen regen Zuzug, der zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum beiträgt. Auch wenn die Nachfrage nach Wohneigentum zuletzt nicht mehr im gleichen Ausmass zunahm wie im vorangegangenen Jahr, bleibt der Druck auf die Eigenheimmärkte hoch.

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