Fragile Lage mit Aussicht auf Besserung

Die Situation für die Aktienmärkte ist fragil, entsprechend stark sind die Kursschwankungen nach oben und unten. Daran wird sich in den kommenden Wochen noch nichts ändern.

Das Jahr 2022 war ein schlechtes, aber kein extremes Aktienjahr. Im Zuge der Finanzkrise verloren die Aktienmärkte rund 50 % Performance. 2022 ist es deutlich weniger. Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr wieder positive Aktienmärkte folgen werden.

Statistik und Geldpolitik sind auf unserer Seite

In der Vergangenheit folgte auf ein schwaches Aktienjahr immer ein positives. Mit einer Ausnahme: Das Platzen der Dotcom-Blase 2001/2002 hatte zwei negative Aktienjahre zur Folge. Die Statistik müsste also auf unserer Seite sein. Einen weiteren Grund für wieder positivere Aktienmärkte sehen wir in der Inflationsentwicklung. Wir erwarten, dass die Inflation im kommenden Jahr zwar erhöht bleiben, aber sinken wird. Eine hohe Inflation mit rückläufigem Trend ist für die Aktienmärkte eine gute Ausgangslage. Hinzu kommt, dass wir 2023 bei den Zinsen mehr Stabilität erwarten. Zwar werden die Notenbanken weiter an der Zinsschraube drehen, aber die Unsicherheit in der nächsten Phase der restriktiveren Geldpolitik nimmt ab, weil mit einer schwächeren Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr auch der Inflationsdruck abnimmt und damit der Zinserhöhungszyklus langsam, aber sicher abgeschlossen werden kann. Sobald dieser Abschluss «in Sichtweite» ist, werden die Aktienmärkte positiv reagieren.

Wendepunkte kommen in Sichtweite

Aktuell sind unsere Portfolios auf Ebene Aktien gleich gewichtet wie die Strategische Allokation. Diese «hellgrüne» Ausrichtung ergibt immer dann Sinn, wenn die Märkte sowohl positiv als auch negativ eher stark reagieren, in Summe aber seitwärts tendieren. Ebenfalls ist diese Positionierung sinnvoll, wenn das Gröbste vorüber zu sein scheint und sich die Märkte tendenziell stabilisieren. Diese Erwartung haben wir. Zwar gehen wir von einer Abschwächung der Konjunktur aus, aber wir erwarten nur eine kurze und leichte Rezession. Diese würde für die Aktienmärkte auch einen Wendepunkt bedeuten, den wir nicht verpassen wollen. Zu diesem Wendepunkt gehört auch, dass die Gewinnerwartungen eher wieder nach oben geschraubt werden und die Unternehmen einen positiven Ausblick geben. Innerhalb der Aktienallokation bevorzugen wir den defensiven Schweizer Markt.

Grafik mit Achsen die zeigen welche Regionen und Anlagen wie stark gewichtet werden sollen

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