Robuste Aktienmärkte, steigende Langfristzinsen

Die Weltwirtschaft verkraftet den Energiepreisschock besser als befürchtet. Steigende Langfristzinsen und die Staatsfinanzen rücken jedoch wieder in den Fokus, was für Gold spricht.

Die Blockade der Strasse von Hormus dauert an und mit ihr die Anspannung an den Rohstoffmärkten. Der Ölpreis bleibt erhöht und verharrt klar über dem Vorkrisenniveau. Dennoch erweist sich die Realwirtschaft als widerstandsfähig. Die Eurozone und die Schweiz haben die Folgen des Iran-Kriegs besser verkraftet, als es die Märkte befürchtet hatten.

Steigende Langfristzinsen im Fokus

Der Rückgang der Inflation verlangsamte sich im Juli wie erwartet. Während die Kerninflation in der Eurozone unverändert blieb, gab sie in den USA zuletzt leicht nach. Zusammen mit dem überraschend schwachen Arbeitsmarktbericht liefert dies der amerikanischen Notenbank Argumente gegen weitere Zinserhöhungen. Gleichzeitig haben Sorgen über geopolitische Risiken, Inflation und untragbare Staatsfinanzen die Langfristzinsen spürbar in die Höhe getrieben. Verstärkt wird die Nervosität durch die Rückkäufe langlaufender US-Staatsanleihen, deren Finanzierung über kürzere Laufzeiten die Staatsfinanzen enger an die Zinsentscheide der Fed bindet. In diesem Umfeld konnte auch der Goldpreis zulegen. Durch die anhaltende Nachfrage der Notenbanken bleiben die mittelfristigen Perspektiven für das gelbe Edelmetall intakt.

Aktienmärkte trotzen der Unsicherheit

An den Aktienmärkten hat der Technologiesektor die Verluste vom Juli wettgemacht. Die Berichte der Cloud-Unternehmen überzeugten bei Umsatz und Gewinn, und Fortschritte in der Monetarisierung von KI zerstreuten die aufgekommenen Zweifel vorerst. Insgesamt verlief die Berichtssaison der Unternehmen erneut erfreulich, mit besseren Ergebnissen in den USA als in Europa. Getragen von einer breiteren Marktbasis, präsentiert sich die Entwicklung auf Index-Ebene robust.

Erhöhung der Gold-Quote

Wir erhöhen die Gold-Position und reduzieren dafür die Liquiditätsquote. Die neutrale Gewichtung bei den Aktien behalten wir bei und nehmen auch regional keine Veränderungen vor. Das bedeutet, dass die Schweiz und die USA übergewichtet bleiben. Die Schwellenländer gewichten wir neutral, während Europa und die Region Asien-Pazifik untergewichtet werden. Aufgrund tiefer Schweizer Zinsen und hoher Währungsabsicherungskosten bei ausländischen Anleihen bleiben Obligationen insgesamt untergewichtet.

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