Wohneigentum Region Linthgebiet
Frühlingsausgabe 2021

Anders als noch letzten Herbst befürchtet, hat auch die zweite Welle der Corona-Pandemie die Eigenheimnachfrage im Linthgebiet nicht beeinträchtigt. Neu erstellte Wohnungen werden nach wie vor sehr gut absorbiert, wie das Transaktionsvolumen der letzten drei Quartale zeigt.

Auch die wenigen Einfamilienhäuser, die hier zum Kauf angeboten werden, stossen auf grosses Interesse. Angesichts der immer höheren Preise, die in dieser Region für Wohneigentum gezahlt werden müssen, vermag diese Entwicklung zu erstaunen. Da aber gerade die wertschöpfungsstarken Branchen weiterhin kaum von den Corona-bedingten Einschränkungen betroffen sind, bleibt die Zahlungsbereitschaft für Wohneigentum in den gut verdienenden Käufergruppen hoch. 

Porträtbild Rene Walser

Das hohe Transaktionsvolumen und die gute Absorption von Eigentumswohnungen unterstreichen die Attraktivität des Linthgebietes. Obwohl das Preisniveau vergleichsweise hoch ist, sind die Preise jüngst nochmals spürbar angestiegen.

René Walser
Leiter Privat- und Geschäftskunden
St. Galler Kantonalbank AG

Angebot und Baumarkt

Nirgendwo sonst im Kanton St. Gallen präsentiert sich der Markt für Stockwerkeigentum so angespannt wie im Linthgebiet – trotz der zurzeit noch verhältnismässig regen Neubautätigkeit. Nachdem das verfügbare Angebot an Eigentumswohnungen im 1. Quartal 2021 auf 2.4 Prozent am Bestand gesunken ist, kommen nun statistisch gesehen auf jedes Inserat mehr als 6 Suchende. Noch anspruchsvoller gestaltet sich die Suche nach einem Einfamilienhaus: In diesem Segment des regionalen Eigenheimmarktes interessieren sich im Durchschnitt sogar 12 Suchende für jedes ausgeschriebene Objekt. 

Preisentwicklung

Obwohl sich die Handänderungspreise für Wohneigentum im Linthgebiet bereits auf sehr hohen Niveaus bewegen, haben sich deren Anstiege im vergangenen Jahr nochmals beschleunigt: Zwischen dem 1. Quartal 2020 und dem 1. Quartal 2021 resultierte bei den mittleren Eigentumswohnungen ein Plus von 6.5 Prozent (Schweizer Durchschnitt: 5.9 Prozent), Einfamilienhäuser verteuerten sich um 7.1 Prozent (Schweizer Durschnitt: 5.5 Prozent). Bei gehobenen Objekten wurden sogar noch höhere Zuwachsraten beobachtet.

Ausblick

Mit den abermals gestiegenen Eigenheimpreise sind im Linthgebiet zwar auch die finanziellen Anforderungen an Neuerwerber gewachsen; aber durch die Nähe zum angrenzenden Wirtschaftsraum Zürich gibt es hier eine breite, zahlungskräftige Käuferschicht. Im Zusammenspiel mit den weiterhin sehr tiefen Finanzierungskosten für Wohneigentum dürfte die Nachfrage demnach auch in diesem Jahr sehr lebhaft ausfallen. Damit könnten die Preise durchaus nochmals nach oben gehen – zumal das Kaufangebot hier aller Voraussicht nach sehr gering bleiben wird.

Preislandschaft

Preislandschaft Linthgebiet Eigentumswohnungen

Preislandschaft Eigentumswohnungen
MS-Region Linthgebiet

Preislandschaft Linthgebiet Einfamilienhäuser

Preislandschaft Einfamilienhäuser
​MS-Region Linthgebiet

Preisindex

Preisindizes Linthgebiet Eigentumswohnungen

Preisindex Eigentumswohnungen
MS-Region Linthgebiet
(Index 1. Quartal 2011 = 100)

Preisindizes Linthgebiet Einfamilienhäuser

Preisindex Einfamilienhäuser
MS-Region Linthgebiet
(Index 1. Quartal 2011 = 100)