Industrie mit viel Schwung

Die Konjunktur in der Industrie zieht weiter an und die Ertragslage verbessert sich zusehends. Die Kapazitätsauslastung ist nochmals angestiegen, so dass Produktionsengpässe entstanden sind. Erneut angestiegen ist auch die Nachfrage aus dem Ausland. Der Ausblick auf die kommenden Monate verspricht einen weiteren Anstieg, wenn auch mit geringerem Tempo. So hat denn auch der Konjunkturindex in der Industrie etwas nachgegeben.

Die gute Entwicklung in der regionalen Industrie ist sowohl vom Inland als auch vom Ausland getrieben. In den ersten drei Monaten des Jahres stiegen die Exporte um 2.8 %. Unterstützt durch die Abschwächung des Frankens sind die Exporte in die Länder der Eurozone um knapp 14 % angewachsen. Hingegen sanken die Ausfuhren nach Amerika und Asien.

Wie schon im vergangenen Quartal ist die Produktion bei rund 40 % der Industriefirmen angestiegen. Obwohl in den letzten Quartalen in die Erweiterung der technischen Kapazitäten investiert wurde, ist die Kapazitätsauslastung auf beinahe 90 % geklettert. Insbesondere Kleinbetriebe sehen sich zunehmend mit Produktionsengpässen konfrontiert. 12 % der Unternehmen erachten ihre gegenwärtigen Produktionsmöglichkeiten als zu klein.

Die Verbesserung der Ertragslage erleichtert weitere Investitionen in die Produktionsanlagen. Vor allem die exportorientierten Unternehmen konnten ihre Verkaufspreise anheben, was sich positiv auf ihre Erträge ausgewirkt hat. Der stärker werdende Euro hat die Wettbewerbsposition der Schweizer Exporteure in den Ländern der Eurozone gestärkt.

In der Beurteilung der aktuellen Konjunkturlage hat sich gegenüber dem Vorquartal wenig verändert. 41 % der Industriefirmen beurteilen die Geschäftslage als gut, 55 % als befriedigend und 4 % als schlecht. Der Auftragsbestand wir von je 26 % als gross bzw. als zu klein bewertet. Vor allem Grossunternehmen halten ihre Auftragsbücher für zu wenig prall gefüllt.

Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt freundlich aus. Die Industrie rechnet mit einem weiteren Anstieg der Exporte, einem zunehmenden Bestellungseingang und einem Anstieg der Verkaufspreise. Der andauernde Aufschwung wird auch mehr Personaleinstellungen zur Folge haben.

Der Konjunkturindex für die Industrie ist im Januar 2018 auf einen Werte wie vor 10 Jahren angestiegen. Seither hat er etwas an Höhe verloren, weil das Tempo der erwarteten Produktionsausweitung in der Zwischenzeit etwas moderater eingeschätzt wird. Ein Grund für diese vorsichtigere Prognose dürften die aufkommenden Befürchtungen bezüglich weltweiten Handelsbeschränkungen sein.

Produktion

Ertragslage

Kapazitätsauslastungsgrad (in %)

Auftragsbestand

Zahl der Beschäftigten

Technische Kapazitäten

Auftragsbestand

Geschäftslage

Exporte

Zeitpunkt

Verkaufspreise

Zeitpunkt

Bestellungseingang

Zeitpunkt

Beschäftigtenzahl

Zeitpunkt