Einheimische Gäste stützen Ostschweizer Gastgewerbe
Die Geschäftslage im Gastgewerbe wird von den befragten Ostschweizer Unternehmen als insgesamt befriedigend eingeschätzt, wenn auch im zweiten Quartal sowohl die Nachfrage als auch die Erträge leicht zurückgegangen sind.
Fokussiert man auf die Hotellerie, folgt die Zahl der Logiernächte in der Ostschweiz im bisherigen Jahresverlauf dem Schnitt der letzten Jahre. Im Hintergrund spielen dabei zwei gegenläufige Effekte des Iran-Kriegs: Einerseits sind aufgrund des Kriegs bei gewissen ausländischen Gästesegmenten erhebliche Einbussen zu verzeichnen. Dies betrifft neben Gästen aus der Golfregion selbst, aufgrund der Einschränkungen an den globalen Drehkreuzen in den Emiraten und Katar, auch Touristinnen und Touristen aus Fernost. Andererseits hat die fragile Lage am Persischen Golf auch dazu geführt, dass mehr Gäste aus der Schweiz und dem nahen Ausland ihre Sommerferien in der Ostschweiz verbracht haben. Dieser zweite Effekt konnte die Ausfälle bei Gästen aus Asien fast vollständig kompensieren.
Für die nächsten Monate blicken Gastgewerbe-Betriebe aus der Ostschweiz grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. Rund die Hälfte aller Betriebe rechnet mit einer Verbesserung der Geschäftslage. Aufgrund der Kurzfristigkeit und Wetterabhängigkeit des wichtigen Inlandtourismus lässt sich die weitere Entwicklung jedoch nur schwer vorhersagen.
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