Ostschweizer Gastgewerbe verliert an Schwung
Die Geschäftslage im Gastgewerbe wird derzeit insgesamt als befriedigend eingeschätzt.
Sowohl im Gastgewerbe allgemein als auch in der Gastronomie zeichnet sich jedoch ein leichter Abwärtstrend ab. Die befragten Unternehmen berichten von einem moderaten Nachfragerückgang gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig lag die Zahl der Logiernächte in der Ostschweiz in den ersten Monaten des Jahres leicht über dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.
Schweizweit gilt die geopolitische Lage aktuell als grösste Herausforderung für die Hotellerie. In einer Umfrage von HotellerieSuisse von Anfang April berichteten mehr als die Hälfte der Hotelbetriebe von negativen Auswirkungen des Nahostkonflikts. Aufgrund der geringeren Abhängigkeit vom internationalen Tourismus dürfte die Ostschweizer Hotellerie insgesamt jedoch weniger stark vom Iran-Krieg betroffen sein als die Gesamtschweiz. Gleichzeitig könnte die aktuelle Unsicherheit den Inlandtourismus stärken, was insbesondere für die stärker binnenorientierte Ostschweiz Chancen eröffnet.
Das kommende Halbjahr ist für das Ostschweizer Gastgewerbe von besonderer Bedeutung, da die Region überdurchschnittlich stark vom Sommertourismus abhängig ist. Aufgrund der Kurzfristigkeit und Wetterabhängigkeit des Inlandtourismus lässt sich die weitere Entwicklung jedoch nur schwer vorhersagen. Für den Beginn der Sommersaison bleiben die Erwartungen verhalten: In den nächsten drei Monaten rechnet das Ostschweizer Gastgewerbe mit einer Verschlechterung der Geschäftslage sowie mit einer rückläufigen Nachfrage. Preiserhöhungen sind derzeit nicht vorgesehen.
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