06. Oktober 2026, Tägliche Marktsicht
Positiver Wochenstart für den SMI
Der Schweizer Aktienmarkt legte zu Wochenbeginn leicht zu und auch die US-Börsen notierten im Plus.
Aktienmarkt Schweiz
SMI: +0.31%, SPI: +0.31%, SMIM: +0.36%
Der Schweizer Aktienmarkt ist positiv in die neue Woche gestartet. Der Schweizer Leitindex SMI gewann 0.3% hinzu, während der klein- und mittelkapitalisierte Unternehmen umfassende SMIM 0.4% höher schloss. Für etwas Rückenwind sorgte die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im Oktober. Insgesamt blieben die Marktimpulse jedoch rar. Von den 20 Blue Chips im SMI schlossen 13 Werte im Plus, während sieben Werte nachgaben. An der Spitze standen Sandoz (+2.2%), Lonza (+1.6%), UBS (+1.3%) und Richemont (+1.0%). Während bei Sandoz und Lonza keine nennenswerten Unternehmensnachrichten vorlagen, profitierten UBS und Richemont von positiven Analystenkommentaren. Unter Druck standen hingegen Sika (-4.8%), Logitech (-2.2%) und Geberit (-0.7%). Die Indexschwergewichte entwickelten sich uneinheitlich. Roche (+0.9%) und Novartis (+0.1%) legten zu, während Nestlé (-0.4%) nachgab. Am breiten Markt sprang Tecan (+5.4%) nach einer Kurszielerhöhung und einem positiven Analystenkommentar deutlich nach oben. Gurit (-2.3%) setzte dagegen nach der Herabstufung vom Freitag seine Talfahrt fort.
Aktienmärkte Europa
EuroStoxx50: +0.06%, DAX: +0.09%
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenbeginn mehrheitlich von der positiven Seite. Am stärksten avancierte der spanische IBEX 35 (+1.1%), gefolgt vom italienischen FTSE MIB (+0.7%). Unter Druck stand einzig der französische CAC 40 (-0.8%), der weiterhin von Sorgen um die Kreditwürdigkeit belastet wurde. Daneben waren weiterhin der hohe Ölpreis im Anlegerinteresse wie auch die erhöhten Renditen. Nach Sektoren schwangen die Bereiche Energie, Finanzen und Grundstoffe obenauf. Unterdurchschnittlich schnitten hingegen die Sektoren Industrie, Nichtzyklischer Konsum und Versorger ab. Für Aufsehen sorgte die angekündigte Übernahme des US-Softwareunternehmens PTC (+33.8%) durch den französischen Elektrotechnikkonzern Schneider Electric (-10.0%) für EUR 20.1 Mrd. nach Unterzeichnung der verbindlichen Kaufvereinbarung.
Aktienmärkte USA
Dow Jones: +0.18%, S&P 500: +0.66%, Nasdaq: +1.05%
Die US-Aktienmärkte sind mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Der technologielastige Nasdaq gewann 1.1% hinzu, gefolgt vom marktbreiten S&P500 (+0.7%) und vom US-Leitindex Dow Jones (+0.2%). Für Zuversicht sorgten Berichte, wonach die USA und der Iran wieder Gespräche über eine Öffnung der Strasse von Hormus aufnehmen könnten. Auf Sektorenebene waren die Bereiche Grundstoffe, Kommunikationsdienste und Energie gefragt. Unterdurchschnittlich schnitt einzig der Immobiliensektor ab. Nvidia (+2.1%) profitierte von besser als erwarteten Quartalszahlen des taiwanesischen Partners Hon Hai. Dessen starke Geschäftsentwicklung wurde am Markt als weiteres positives Signal für die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur gewertet.
Kapitalmärkte
Rendite 10-jährige Staatsanleihen
USA: 5.31%; DE: 3.49%; CH: 0.55%
Nach einer kurzen Verschnaufpause Ende letzter Woche stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gestern wieder an. Mit zwischenzeitlich 5.34% erreichte sie erneut ein neues Mehrjahreshoch. Seit Mitte Jahr ist die Rendite damit um mehr als 0.8 Prozentpunkte gestiegen.
Währungen
Euro in Franken: 0.932
US-Dollar in Franken: 0.831
Euro in US-Dollar: 1.122
Nach den Verlusten in der Vorwoche zeichnet sich beim Euro bisher keine nennenswerte Gegenbewegung ab. Gegenüber dem Franken notiert die europäische Gemeinschaftswährung seit Anfang Oktober weiterhin rund 1.4% tiefer. Belastet wird der Euro unter anderem durch Diskussionen um die Staatsfinanzen in der Eurozone, insbesondere in Frankreich.
Rohwarenmärkte
Ölpreis (Brent): USD 100.81 pro Fass
Goldpreis: USD 4'122.40 pro Unze
Der Ölpreis der Sorte Brent bewegt sich weiterhin im Bereich von 100 US-Dollar. Die Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran ist zwar in den letzten Wochen löchriger geworden. Eskortiert durch die US-Marine wagen immer mehr Tanker die Durchfahrt auf einer Route nahe der omanischen Küste. Gleichzeitig schrumpfen die globalen Lagerbestände, je länger das Angebot an Öl eingeschränkt ist. Ohne belastbaren Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich im Moment kein deutlicher Rückgang des Ölpreises ab.
Wirtschaft und Konjunktur
USA: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor (September gem. ISM)
aktuell: 54.9 (erwartet: 55.0, Vormonat: 55.4)
Der US-amerikanische Dienstleistungssektor bleibt klar auf Wachstumskurs. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management bleibt mit 54.9 Punkten über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Gegenüber dem Vormonat resultiert jedoch ein leichter Rückgang. Gleichzeitig erreichte der Subindex für Preise von Input-Gütern mit einem Wert von 74.0 den höchsten Wert seit Sommer 2022. Hintergrund sind u. a. die gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise, welche beispielsweise Unternehmen aus der Transportbranche belasten.
Roman Elbel
8021 Zürich
Angela Truniger
8021 Zürich
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