26. März 2026, Aktienmärkte | CIO-Sicht | Meine Anlagewelt
Unsere Positionierung für April 2026
Der Krieg im Iran verunsichert die Märkte. Entscheidend bleibt der Erdölpreis, da er massgeblich die weiteren Auswirkungen auf Konjunktur und die Finanzmärkte bestimmt.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat die Finanzmärkte verunsichert und zu erhöhter Volatilität geführt. Die Erdöl- und Erdgaspreise sind deutlich angestiegen. Bislang zeigt die Marktreaktion ein Muster, das mit früheren geopolitischen Konflikten vergleichbar ist. Zentral für die weitere Entwicklung ist der Erdölpreis, da seine Höhe – und wie lange er auf auf einem bestimmten Niveau verweilt – entscheidend ist für die Auswirkungen auf Konjunktur und Märkte. Im Zuge der Eskalation ist der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus stark eingeschränkt, weshalb wichtige Produzenten ihre Fördermengen reduziert haben.
Energiepreise als zentraler Risikofaktor für die Konjunktur
Massgeblich bleibt, ob es zu einer länger anhaltenden Phase hoher Energiepreise kommt. Trotz bestehendem Eskalationspotenzial gehen wir davon aus, dass der Konflikt mittelfristig eingedämmt wird und die Strasse von Hormus wieder befahrbar wird. Nur bei dauerhaft hohen Energiepreisen wären substanzielle negative Effekte auf die Weltwirtschaft zu erwarten. In diesem Fall wären Europa und Asien stärker betroffen als die USA, da sie energieintensivere Industrien aufweisen und stärker von Energieimporten abhängig sind. Die US-Wirtschaft verfügt dank eigener Produktion über einen gewissen Puffer, bleibt jedoch über steigende Benzinpreise anfällig für höhere Inflationserwartungen und eine restriktivere Geldpolitik.
Positionierung unverändert
Risikoanlagen stehen derzeit unter Druck, ohne dass sich die fundamentalen Wachstumsaussichten signifikant verschlechtert haben. Die weitere Entwicklung im Iran-Krieg und ihr Einfluss auf den Erdölpreis müssen eng beobachtet werden. Vor diesem Hintergrund halten wir an unserer taktischen Positionierung fest. Aktien bleiben übergewichtet, mit einem Fokus auf den defensiveren Schweizer Markt sowie auf US-Aktien. Europäische Aktien bleiben untergewichtet, während wir Schwellenländer und die Region Asien-Pazifik neutral gewichten. Obligationen bleiben aufgrund tiefer Schweizer Zinsen untergewichtet, erfüllen jedoch zusammen mit Gold und Liquidität weiterhin eine wichtige Stabilisierungsfunktion im Portfolio.
Dominik Schmidlin
8021 Zürich
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