05. März 2026, Aktienmärkte | Meine Anlagewelt
Robuste Aktienmärkte trotz steigender Unsicherheit
Solide Wirtschaftsdaten und eine insgesamt positive Berichtssaison stützten die globalen Aktienmärkte im Februar. Anfang März führten geopolitische Spannungen jedoch zu einer erhöhten Volatilität.
Im Februar bewegten sich die globalen Aktienmärkte weitgehend seitwärts. Unterstützend wirkten weiterhin robuste Konjunkturzahlen, insbesondere in den USA, sowie eine insgesamt besser als erwartete Berichtssaison. Viele US-Unternehmen konnten die Gewinnschätzungen der Analysten übertreffen und bestätigten damit die weiterhin solide Ertragsdynamik. Gleichzeitig nahm nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Jahre die Sensibilität der Anleger gegenüber den teilweise hohen Bewertungen zu. Anfang März rückten geopolitische Risiken wieder stärker in den Fokus. Der Krieg im Iran liess die Öl- und Gaspreise deutlich ansteigen und führte zu einer verstärkten Nachfrage nach sicheren Häfen wie dem Schweizer Franken. Die zunehmende Unsicherheit sorgte zuletzt für erhöhte Schwankungen an den globalen Aktienmärkten.
Marktbreite nimmt zu
Die bereits im vergangenen Jahr eingesetzte Sektorenrotation setzte sich auch im Februar fort. Kapital floss vermehrt in sogenannte «Old Economy»-Sektoren wie Energie, Grundstoffe, Versorger und Industrie sowie teilweise auch in Basiskonsumtitel. Diese Branchen waren zuletzt zurückgeblieben und profitierten nun von vergleichsweise attraktiven Bewertungen. Demgegenüber gerieten die Softwaretitel in den Sektoren Technologie und Zyklischer Konsum unter Druck. Selbst sehr starke Unternehmensresultate, wie etwa vom Chipunternehmen Nvidia, reichten nicht mehr aus, um neue Kursavancen auszulösen. Dies deutet darauf hin, dass Investoren zunehmend selektiv vorgehen und angesichts der hohen Investitionen in KI-Infrastruktur stärker auf die Profitabilität achten. Zudem steigt die Angst vor der Disruption durch KI, was zum Ausverkauf bei Softwareunternehmen führte. Die Phase, in der nahezu alle Titel rund um künstliche Intelligenz pauschal gekauft wurden, scheint damit vorerst vorbei. Der strukturelle Wachstumstrend bleibt allerdings intakt. Da die künftigen Gewinner jedoch noch nicht feststehen, bleibt eine breite Diversifikation entscheidend.
Qualität bleibt gefragt
Die geopolitischen Spannungen und anhaltenden Handelskonflikte dürften auch in den kommenden Monaten für erhöhte Unsicherheit sorgen. In einem solchen Umfeld rücken Qualitätstitel stärker in den Fokus der Investoren. Unternehmen mit soliden Bilanzen, stabilen Geldflüssen und hoher Preissetzungsmacht erweisen sich in solchen Phasen widerstandsfähiger. Entsprechend bleiben qualitativ hochwertige Unternehmen ein wichtiger Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios.
Schweizer Markt schwingt obenaus
Angela Truniger
8021 Zürich
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