21. April 2026, Meine Anlagewelt | Tägliche Marktsicht
Minus am Montag nach Rückschlag im Nahostkonflikt
Die Schweizer und europäischen Aktienmärkte verzeichneten gestern moderate Kursverluste, während die US-Märkte nur leicht nachgaben.
Aktienmarkt Schweiz
SMI: -1.06%, SPI: -0.58%, SMIM: -1.18%
Der Schweizer Aktienmarkt ist schwächer in die Woche gestartet und wurde von geopolitischen Spannungen belastet. Auslöser war die wachsende Unsicherheit rund um eine mögliche Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sowie die angespannte Lage in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus. Die weitere Entwicklung gilt als schwer einschätzbar, da kurz vor Ablauf der Feuerpause keine klare Perspektive für die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran besteht. Der SMI schloss 1.1% tiefer gegenüber dem Handelstag am Freitag. Zu den Tagesgewinnern gehörten die Aktien von Swisscom (+1.5%), Zurich Insurance (+1.0%) und Kühne + Nagel (+0.9%). Abzüglich der Dividendenauszahlung war auch das Schwergewicht Nestlé im Plus (+1.2%). Deutlich tiefere Kurse stellten Amrize (-2.7%), Geberit (-3.0%), Lonza (-3.2%) und Sika (-3.2%). Im breiten Markt stiegen die Titel von Gurit (+2.6%), Molecular Partners (+7.0%) und DocMorris (+9.8%). Die Aktien der Online-Apotheke profitierten unter anderem von einer Kurszielerhöhung eines Brokers. In der unteren Tabellenhälfte befanden sich Cicor Technologies (-3.8%), Kuros (-4.0), Sulzer (-4.9%) und Belimo (-5.1%).
Aktienmärkte Europa
EuroStoxx50: -1.24%, DAX: -1.15%
Die europäischen Aktienmärkte haben zu Wochenbeginn einen Teil der kräftigen Gewinne vom Freitag wieder eingebüsst. Auslöser war ein Rückschlag bei den Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt, nachdem die von Teheran angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus nur kurz Bestand hatte. Vor diesem Hintergrund überwog erneut die Unsicherheit an den Märkten, was zu breiteren Abgaben führte. Der EuroStoxx 50 gab entsprechend nach und schloss rund 1.2% im Minus. Der französische CAC40 verlor 1.1%. Der britische FTSE100 verbuchte Verluste von 0.6%. Bei den Einzelwerten gehörten gestern die Energie-Aktien zu den Gewinnern. Darunter befanden sich BP (+2.9%) und Eni (+2.5%). Eine rückläufige Entwicklung zeigte sich unter anderem bei den Industrie-Werten wie Safran (-3.9%) und Deutsche Lufthansa (-3.4%).
Aktienmärkte USA
Dow Jones: -0.01%, S&P 500: -0.24%, Nasdaq: -0.26%
Die US-Aktienmärkte sind nach ihrer jüngsten Rekordrally verhalten in die neue Woche gestartet. Sowohl der S&P 500 (-0.2%) als auch der Nasdaq (-0.3%) gaben leicht nach, wobei die Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt im Mittelpunkt stand. Unter den Technologie-Titeln legten die Chip-Unternehmen Marvell Technologies (+5.8%) und Arm Holdings (+5.0%) deutlich zu. Marvell profitierte dabei von Berichten über Gespräche mit Google zur Entwicklung neuer KI-Chips. Die Kursentwicklung von Netflix knüpfte gestern an die Verluste von Freitag an, wonach die Aktie 2.5% nachgab. Belastend wirkten weiterhin die am Donnerstag nachbörslich vorgelegten Quartalszahlen, insbesondere der schwächere Gewinnausblick für das zweite Quartal sowie ein Führungswechsel. Ebenfalls tiefere Kurse verzeichneten Meta (-2.5%) und Intel (-4.1%).
Kapitalmärkte
Rendite 10-jährige Staatsanleihen
USA: 4.25%; DE: 2.98%; CH: 0.41%
An den Kapitalmärkten stehen die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs weiterhin im Fokus. Die zu Wochenbeginn wieder gestiegenen Ölpreise haben die Inflationssorgen erneut angefacht. Nach dem deutlichen Rückgang am vergangenen Freitag legte die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen um drei Basispunkte zu. Seit Ende Februar ergibt sich ein Anstieg von rund 30 Basispunkten.
Währungen
Euro in Franken: 0.917
US-Dollar in Franken: 0.779
Euro in US-Dollar: 1.178
Der Iran-Krieg prägt weiterhin die Entwicklungen am Devisenmarkt. Zum Wochenauftakt geriet der US-Dollar unter Druck und verlor gegenüber den meisten G10-Währungen an Wert. Seit Beginn der Kampfhandlungen konnte der Greenback jedoch gegenüber vielen wichtigen Währungen zulegen, darunter auch gegenüber dem Schweizer Franken und dem Euro.
Rohwarenmärkte
Ölpreis (Brent): USD 94.31 pro Fass
Goldpreis: USD 4'785.39 pro Unze
Der Ölpreis stieg gestern um 5 US-Dollar pro Fass, nachdem der Iran die Strasse von Hormus erneut gesperrt hatte. Damit wurde ein Teil des kräftigen Preisrückgangs vom Freitag kompensiert, der durch die zwischenzeitliche Öffnung der Meerenge ausgelöst worden war. Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause am Mittwoch bleibt offen, wie es in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weitergeht.
Wirtschaft und Konjunktur
Es wurden gestern keine Wirtschaftsdaten aus der ersten Reihe publiziert.
Céline Keller
8021 Zürich
Florian Hiltpold
8021 Zürich
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