Vom LIBOR zum SARON

Die Schweiz steht vor einem Umbruch. Die britische Finanzmarktaufsicht wird die Publikation des LIBOR nur noch bis Ende 2021 unterstützen. Nachfolger des bekannten Referenzzinssatzes wird der SARON. 

Der LIBOR (London Interbank Offered Rate) ist ein Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, zu denen sich Banken untereinander ungesichert Geld ausleihen. Er wird täglich vom LIBOR-Administrator auf Basis der Eingaben der «Panel-Banken» in London festgelegt und in fünf Währungen (CHF, EUR, USD, GBP, JPY) und einer Reihe von kurzfristigen Laufzeiten publiziert.

Den Banken dient der LIBOR u.a. als Basis für die Zinsfestlegung von geldmarktbasierten Kunden-Ausleihungen.

Bis spätestens Ende 2021 wird der LIBOR als Referenzgrösse für kurzfristige Zinsen abgelöst. Die entsprechenden Länder sind aufgefordert, alternative Referenzzinssätze zu entwickeln. In der Schweiz wird der SARON (Swiss Average Rate Overnight) den LIBOR als Referenzzinssatz ablösen. Die Banken sind derzeit daran, neue Bankprodukte zu entwickeln.

Die St.Galler Kantonalbank hat bereits SARON-Kreditprodukte im Angebot. 

Seit der Finanzkrise leihen sich Banken vermehrt Geld nur noch gegen die Hinterlegung von Sicherheiten aus. Dies hat zur Folge, dass für viele Laufzeiten keine echten Geschäfte mehr abgeschlossen und Preise durch die «Panel-Banken» nur noch geschätzt werden können. Durch dieses Verfahren hat der LIBOR an Aussagekraft verloren und eignet sich längerfristig nicht mehr als Referenzzinssatz.

SARON steht für «Swiss Average Rate Overnight» und basiert auf abgeschlossenen Markttransaktionen und verbindlichen Kauf- und Verkaufspreisen im Schweizer Geldmarkt. Die Berechnungsmethodik wurde in Zusammenarbeit der SIX Group AG mit der Schweizer Nationalbank entwickelt. Der SARON wird nach Handelsschluss von der SIX berechnet und publiziert. Er ist öffentlich einsehbar, robust und erfüllt alle Anforderungen, welche an einen Referenzzinssatz gestellt werden.

Der SARON ist ein Tagesgeldsatz und gilt für eine Zinsperiode von heute auf morgen. Für eine zweckmässige Zinsabrechnung werden Hypotheken und Darlehen weiterhin Zinsabrechnungsperioden von drei Monaten aufweisen.

Der am Ende einer Abrechnungsperiode zu zahlende Zinssatz wird aus dem Durchschnitt der täglich aufgezinsten SARON-Sätze auf das Ende der Zinsabrechnungsperiode (compounded SARON) berechnet. Die Berechnungsmethode des compounded SARON ist auf der Website der SIX einsehbar und jederzeit nachrechenbar.

Für Ihre SARON-Hypothek resp. Ihren SARON-Kredit bedeutet dies konkret, dass die Höhe des Zinssatzes und damit die Höhe der zu leistenden Zinszahlung nicht mehr am Anfang der Zinsperiode, sondern erst gegen Ende der Zinsperiode festgelegt werden können.

LIBOR-basierte Kredit- und Hypothekarprodukte haben eine eingeschränkte Laufzeit bis Ende 2021. Die neuen SARON-Kreditprodukte stehen für Sie bereit. Lassen Sie sich beraten.

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