13. Januar 2026, Meine Anlagewelt | Tägliche Marktsicht
SMI schliesst am Montag nahezu unverändert
Heute stehen die Umsatzzahlen von Sika und Lindt & Sprüngli im Fokus.
Aktienmarkt Schweiz
SMI: +0.04%, SPI: -0.02%, SMIM: -0.41%
Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Montag insgesamt richtungslos und beendete den Handel nach einem Tag in engen Spannen nahezu unverändert, wobei der SMI im Tagesverlauf ein neues Rekordhoch erreichte. Der eskalierende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell verunsichert die Märkte, weil damit die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik infrage gestellt wird. Die Anleger erwarten heute die anstehenden US-Inflationszahlen. Eine starke Tagesperformance wiesen die SMI-Titel Partners Group (+1.6%), Lonza (+2.2%) und Amrize (+2.6%) auf. Der Private Equity Spezialist Partners Group wird am Mittwoch über seine verwalteten Vermögen berichten. Tiefere Kurse stellten Richemont (-0.6%) und Holcim (-0.7%). Die Aktien des Baustoffproduzenten wurden durch eine Ratingabstufung eines Brokers belastet. Tagesverlierer war der Rückversicherer SwissRe (-0.9%). Am breiten Markt zogen die Papiere von Cicor (+4.3%), Tecan (+6.2%), Polypeptide (+6.9%) und Gurit (+8.5%) deutlich an. Schwächer entwickelten sich die Werte von SMG (-3.3%), Arbonia (-5.8%) und SoftwareONE (-7.4%).
Aktienmärkte Europa
EuroStoxx50: +0.31%, DAX: +0.57%
Die europäischen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend am Montag mit neuen Höchstständen fort. Der EuroStoxx 50 gewann 0.3% hinzu, der deutsche DAX 0.6% und der britische FTSE100 0.2%. Beinahe unverändert schloss der französische CAC40 (-0.04%). Auf Sektorenebene verbuchten die Bereiche Energie und Grundstoffe Kursgewinne während die Bereiche Immobilien und Versorger Abgaben zu verzeichnen hatten.
Aktienmärkte USA
Dow Jones: +0.17%, S&P 500: +0.16%, Nasdaq: +0.26%
Auch die amerikanischen Aktienmärkte legten zum Wochenbeginn leicht zu. Belastend wirkte der eskalierende Streit zwischen Präsident Trump und Fed-Chef Powell. Das Justizministerium drohte Powell mit einer Anklage, was dieser als Versuch politischer Einflussnahme auf die Fed zurückwies. In der Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery (-1.7%) geht Paramount (+0.8%) Skydance juristisch gegen die Entscheidung des Managements vor, das ein niedrigeres Angebot von Netflix bevorzugt. Gestern zeigten die Aktien von Albemarle (+5.0%) und Dollar General (+4.3%) eine positive Kursentwicklung, während Qualcomm (-4.8%) und Best Buy (-4.9%) eine rückläufige Tendenz aufwiesen. Auf Sektorenebene legte der Nichtzyklische Konsum und die Industrie zu. Energie und Finanzen waren weniger gefragt.
Unternehmensberichte
China-Geschäft belastet Umsatz von Sika
Sika erzielte 2025 einen Umsatz von CHF 11.2 Mrd., was einem Rückgang von 4.8% in Schweizer Franken entspricht. In lokalen Währungen legte der Umsatz um 0.6% zu. Die organische Entwicklung lag bei -0.4%, ohne das China-Geschäft bei +1.2%. Akquisitionen steuerten 1.0% bei. Angesichts des anspruchsvollen Umfelds möchte das Unternehmen im Rahmen des im Herbst das 2025 angekündigten Effizienzprogramms «Fast Forward» bis 2026 Einsparungen von CHF 80 Mio. und bis 2028 jährlich CHF 150-200 Mio. realisieren. Zudem wurden 2025 sieben Übernahmen und sieben neue Werke realisiert. Für 2025 erwartet Sika eine EBITDA-Marge von leicht über 19%, bereinigt um rund CHF 90 Mio. Einmalkosten aus dem Programm. Die ausgewiesenen Zahlen liegen am unteren Ende der Analystenprognosen. Das detaillierte Zahlenset wird am 20. Februar 2026 präsentiert.
Lindt & Sprüngli verzeichnet starkes Umsatzwachstum dank Preiserhöhungen
Lindt & Sprüngli erzielte 2025 ein starkes organisches Umsatzwachstum von 12.4% auf CHF 5.92 Mrd. In Schweizer Franken entspricht dies einem Umsatzplus von 8.2%, belastet durch einen negativen Währungseffekt von -3.9%. Der Hauptwachstumstreiber waren Preiserhöhungen zur Kompensation hoher Kakaopreise, aber auch erfolgreiche Produktneuheiten und die weltweite robuste Nachfrage nach Premium-Schokolade. Sämtliche Regionen legten deutlich zu, insbesondere Nordamerika mit einem zweistelligen Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Das Global-Retail-Geschäft verzeichnete Rekordzuwächse durch organisches Wachstum und Filialausbau. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und hoher Rohstoffkosten konnte Lindt & Sprüngli erneut seinen Marktanteil ausbauen. Für 2025 erwartet das Unternehmen eine EBIT-Margenverbesserung am unteren Ende von 20-40 Basispunkten und bekräftigt für die kommenden Jahre ein organisches Umsatzwachstum von 6-8% jährlich. Das Zahlenset übertrifft die Analystenerwartungen leicht. Die ausführlichen Jahreszahlen werden am 3. März 2026 vorgelegt.
Kapitalmärkte
Rendite 10-jährige Staatsanleihen
USA: 4.19%; DE: 2.84%; CH: 0.26%
Trumps jüngster Versuch, die Unabhängigkeit der US-Notenbank zu untergraben, führte gestern nicht zu grösseren Bewegungen an den US-Kapitalmärkten. Trump drohte dem Vorsitzenden der Fed Jerome Powell mit einer Klage wegen Falschaussage im Senat im Zusammenhang mit der Sanierung von Gebäuden der US-Notenbank. In einer ungewöhnlichen Stellungnahme wies Powell die Vorwürfe zurück und wertete sie als Einflussnahme auf die Arbeit der Fed und versprach seine Arbeit weiterhin integer auszuführen. Trump verlangt bereits seit längerem, dass die US-Notenbank die Zinsen stärker senkt.
Währungen
Euro in Franken: 0.930
US-Dollar in Franken: 0.798
Euro in US-Dollar: 1.166
Der US-Dollar stand zum Wochenauftakt unter Druck. Der Konflikt zwischen dem weissen Haus und dem Fed-Vorsitzenden Jerome Powell um die Unabhängigkeit der US-Notenbank belastete den Greenback. Der Schweizer Franken gehörte hingegen gestern zu den gefragten Währungen und legte gegenüber den meisten wichtigen Währungen an Wert zu.
Rohwarenmärkte
Ölpreis WTI: USD 59.94 pro Fass
Goldpreis: USD 4'581.49 pro Unze
Der Goldpreis profitierte gestern von der Unsicherheit rund um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Er kletterte in der Folge erstmals über die Marke von 4'600 US-Dollar pro Unze, fiel im Handelsverlauf jedoch wieder darunter. Seit Jahresbeginn hat das gelbe Edelmetall bereits rund 6% an Wert zugelegt.
Wirtschaft und Konjunktur
Es wurden gestern keine Konjunkturdaten aus der ersten Reihe publiziert. Heute stehen die US-Inflationszahlen im Fokus der Marktteilnehmenden.
Céline Koster
8021 Zürich
Florian Hiltpold
8021 Zürich
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