Candle Chart auf einem Bildschirm

17. Februar 2026, Meine Anlagewelt | Tägliche Marktsicht

Ruhiger Wochenstart ohne Impulse aus USA und China

Mangels Impulsen aus den feiertagsbedingt geschlossenen Börsen in den USA und Teilen Asiens verlief der Handel gestern in ruhigen Bahnen. Heute stehen die Geschäftszahlen von ALSO und DKSH im Fokus.

Aktienmarkt Schweiz

SMI: +0.41%, SPI: +0.31%, SMIM: +0.08%

Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Montag leicht fester. Der Handel verlief ruhig, da aufgrund feiertagsbedingt geschlossener Börsen in den USA und Teilen Asiens wichtige Impulse fehlten. Neue Treiber dürften hingegen die kommenden Tage liefern. Hierzulande werden rund 20 kotierte Unternehmen ihre Geschäftszahlen publizieren, darunter Nestlé, Zurich Insurance und Sika. Der SMI schloss den gestrigen Handelstag mit einem Gewinn von 0.4% ab und markierte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch. Bei den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursverlierer und neun Gewinner gegenüber.

An der Tabellenspitze notierte der Baustoffhersteller Holcim (+1.6%), der nach den Kursverlusten der vergangenen Woche im Zuge einer möglichen Aufweichung der EU-Emissionsregeln Erholungstendenzen zeigte. Ebenfalls zulegen konnten Lonza (+1.2%), Novartis (+1.1%) sowie Zurich Insurance (+1.0%). Der Versicherer kündigte gestern eine Fristverlängerung zur Unterbreitung eines Übernahmeangebots für den britischen Spezialversicherer Beazley an. Zulegen konnten gestern auch die beiden Schwergewichte Nestlé (+0.7%) und Roche (+0.4%). Die grössten Abgaben verzeichneten Kühne + Nagel (-2.2%), Alcon, Sika und Partners Group (alle je -1.4%).

Am breiten Markt fiel Galderma (-0.9%) auf, nachdem das Dermatologieunternehmen gestern einen neuen Finanzchef ankündigte. Georg Fischer litt unter einer Kurszielsenkung und verlor 2.0% an Wert. Währenddessen setzte Gurit (+13.3%) den Höhenflug fort. Die Aktie des Verbundwerkstoffherstellers hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt, allerdings von sehr tiefen Niveaus aus.

Aktienmärkte Europa

EuroStoxx: -0.11%, DAX: -0.46%

Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich gestern von der uneinheitlichen Seite. Der EuroStoxx50 (-0.1%) sowie der deutsche DAX (-0.5%) mussten kurz vor Handelsschluss die Gewinne abgeben und schlossen in der Verlustzone. Im Gegensatz dazu konnten der spanische IBEX 35 (+1.0%), der britische FTSE 100 (+0.3%) sowie der französische CAC 40 (+0.1%) zulegen. Auf Sektorenebene war insbesondere der Bankensektor gefragt, während die Bereiche Zyklischer Konsum, Grundstoffe und Technologie die grössten Abgaben verzeichneten. Bei den Einzelwerten fiel L’Oréal (+3.4%) auf. Die Aktie zeigte nach dem Kursrutsch vom vergangenen Freitag infolge enttäuschender Geschäftszahlen eine Gegenbewegung. Für Gesprächsstoff sorgte die geplante Übernahme der israelischen Reederei ZIM durch Hapag-Lloyd für über USD 4 Mrd. Die Aktie von Hapag-Lloyd verlor gestern 8.3%. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt mehrerer Genehmigungen, darunter jener des Staates Israel.

Aktienmärkte USA

Dow Jones: geschlossen, S&P 500: geschlossen, Nasdaq: geschlossen

Die amerikanischen Aktienmärkte blieben gestern aufgrund des Feiertags «President’s Day» geschlossen.

Unternehmensberichte

DKSH mit robustem Kernergebnis und höherer Dividende
DKSH hat im vergangenen Geschäftsjahr einen um 0.2% tieferen Umsatz von CHF 11.1 Mrd. erzielt. Insbesondere Währungseinflüsse waren dafür verantwortlich, denn zu konstanten Wechselkursen stieg der Umsatz um 2.9%. Organisch konnte DKSH um 2.5% wachsen. Der operative Betriebsgewinn (Core-EBIT) stieg um 1.7% auf CHF 349.0 Mio. Bereinigt um Fremdwährungseinflüsse betrug das Plus sogar 6.7%. Unter dem Strich verzeichnete DKSH einen Reingewinn von CHF 210.9 Mio., was einem Rückgang von 4.5% im Vorjahresvergleich entspricht. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 15 Rappen höhere Dividende von CHF 2.50 pro Aktie vor. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt DKSH einen über dem Vorjahr liegenden Kern-Betriebsgewinn an. Mit dem Zahlenset trifft DKSH in etwa die Markterwartungen.

ALSO steigert den Umsatz deutlich, verfehlt jedoch die Markterwartungen deutlich
ALSO konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von EUR 15.2 Mrd. erzielen, was einem Anstieg von 39% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. ALSO führte die Entwicklung auf Effizienzgewinne, das wachsende Cloud-Geschäft, strukturelle Optimierungen und erfolgreiche Akquisitionen zurück. Die Sparte Cloud verzeichnete einen Umsatzanstieg von 38% auf EUR 1.6 Mrd. und die Anzahl der Unique User belief sich auf 5.9 Mio., was einem Anstieg von 34% entsprach. Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 286 Mio. und stieg im Vorjahresvergleich um 22%. Der ROCE lag bei 16.1%. Unter dem Strich sank der Reingewinn um 4.9% auf EUR 109.6 Mio. Der Verwaltungsrat schlägt eine Erhöhung der Dividende auf CHF 5.30 pro Aktie vor (+4%). Für das laufende Geschäftsjahr peilt ALSO ein EBITDA zwischen EUR 300 und 340 Mio. und einen ROCE von über 20% an. Die Mittelfristziele bestätigt das Unternehmen, wobei ein EBITDA zwischen EUR 425 und 525 Mio. sowie ein ROCE von über 25% erzielt werden sollen. Mit den publizierten Geschäftszahlen hat ALSO die eigenen Ziele erreicht, der Analystenkonsens wurde aber bei EBITDA und Reingewinn deutlich verfehlt.

Kapitalmärkte

Rendite 10-jährige Staatsanleihen
USA: 4.02%; DE: 2.75%; CH: 0.26%

Die US-Kapitalmärkte blieben gestern feiertagsbedingt geschlossen. Entsprechend fehlten auch in Europa richtungsweisende Impulse, und die Kursbewegungen fielen verhalten aus. Die Zinsen in der Schweiz und in Deutschland gaben leicht nach und setzten damit ihren seit mehreren Tagen anhaltenden Abwärtstrend fort.

Währungen

Euro in Franken: 0.911
US-Dollar in Franken: 0.769
Euro in US-Dollar: 1.184

Auch an den Devisenmärkten blieben gestern grössere Impulse aus. Der US-Dollar legte gegenüber dem Euro wie auch gegenüber dem Schweizer Franken leicht zu. Seit Jahresbeginn steht beim US-Dollar dennoch ein Verlust von rund 3.1% zum Schweizer Franken und 0.8% zum Euro zu Buche.

Rohwarenmärkte

Ölpreis WTI: USD 63.33 pro Fass
Goldpreis: USD 4'908.89 pro Unze

Der Ölpreis startete mit leichten Aufschlägen in die neue Woche. Im Mittelpunkt bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die Gespräche zwischen beiden Ländern sollen am Dienstag fortgesetzt werden. Seit Jahresbeginn hat sich die US-Sorte WTI vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen um rund 10% verteuert.

Wirtschaft und Konjunktur

Schweiz: Bruttoinlandprodukt QoQ Sportevent-bereinigt (4. Quartal 2025)
aktuell: 0.2% (erwartet: 0.3%; Vorquartal: -0.5%)

Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal 2025 Sportevent-bereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0.2% gewachsen, nachdem sie im Vorquartal um 0.5% schrumpfte. Der Dienstleistungssektor wuchs verhalten, während die Industrie stagnierte. Belastend wirkt weiterhin das anspruchsvolle internationale Umfeld. Basierend auf den provisorischen Ergebnissen wuchs die Schweizer Wirtschaft im Jahr 2025 um 1.4%, nach 1.2% im Vorjahr und damit unter dem langjährigen Mittel von 1.8%.

Céline Koster

Portraitfoto von Céline Koster, Strategieanalystin bei der St.Galler Kantonalbank
Strategieanalystin
Stauffacherstrasse 41
8021 Zürich
Ansicht vom Gebäude der Niederlassung der St.Galler Kantonalbank in Zürich

Anja Felder

Portraitfoto von Anja Felder, Senior Finanzanalystin bei der St.Galler Kantonalbank
Senior Finanzanalystin
Stauffacherstrasse 41
8021 Zürich
Ansicht vom Gebäude der Niederlassung der St.Galler Kantonalbank in Zürich

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