05. Februar 2026, Aktienmärkte | Meine Anlagewelt
Nüchterner Start ins Börsenjahr 2026
Die Aktienmärkte sind trotz geopolitischer Unsicherheiten robust ins neue Jahr gestartet. Stabile Konjunkturdaten und eine fortgesetzte Sektorenrotation prägten das Marktgeschehen.
Nach dem euphorischen Jahresauftakt im Januar 2025 verlief der Start ins Jahr 2026 an den globalen Aktienmärkten deutlich verhaltener. Geopolitische Spannungen rückten zu Jahresbeginn in den Vordergrund. Die US-Intervention in Venezuela sowie Drohungen gegenüber dem Iran und Grönland belasteten die Stimmung zeitweise, erwiesen sich jedoch nicht als anhaltende Belastungsfaktoren. Geldpolitisch blieb das Umfeld ruhig, die US-Notenbank liess die Leitzinsen erwartungsgemäss unverändert. Die Nomination von Kevin Warsh als künftiger Fed-Präsident dämpfte die Erwartungen an starke Zinssenkungen und bremste die Abschwächung des US-Dollars. Trotz politischer Unsicherheiten zeigten sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten robust. Insbesondere die US-Wirtschaft überraschte mit einem soliden Wachstum, getragen von einem stabilen privaten Konsum. Damit bleiben die zentralen Treiber für die Aktienmärkte intakt.
Sektorenrotation setzte sich fort
Auch im Januar 2026 setzte sich die bereits 2025 einsetzende Sektorenrotation fort. Während Technologie- und zyklische Konsumtitel an Attraktivität verloren, standen Energie-, Grundstoff- und Industriewerte im Fokus. Die Umschichtungen wurden durch die geopolitische Lage, die robuste Konjunkturentwicklung sowie die hohen Bewertungen im Technologiesektor begünstigt. Investoren zeigten sich trotz einer weiterhin soliden Gewinnentwicklung immer weniger bereit, die hohen Bewertungen im Technologie-Sektor zu bezahlen. Zudem machte sich eine gewisse Nervosität bemerkbar, welche Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz angesichts der hohen Investitionen letztlich zu den Gewinnern zählen werden.
Schweizer Aktienmarkt mit relativer Schwäche
Der Schweizer Aktienmarkt blieb im Januar hinter den globalen Leitindizes zurück. Während der chinesische Hang Seng, der japanische Nikkei und der amerikanische Russell 2000 Kursgewinne von über 5% verzeichneten, entwickelte sich der Schweizer Gesamtmarkt seitwärts. Innerhalb des SMI zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Von den drei Index-Schwergewichten entwickelte sich Nestlé schwach, während Roche und Novartis zulegen konnten. Daneben überzeugten insbesondere ABB, Swisscom und Partners Group. Deutlich unter Druck gerieten hingegen Logitech, Richemont und Sika. ABB und Roche profitierten von starken Quartalszahlen, während Sika insbesondere in China durch schwächere Umsätze, sowie eine nach unten angepasste Margenprognose für 2025 belastet wurde.
Ausgeprägte Sektorenrotation zum Jahresauftakt
Angela Truniger
8021 Zürich
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