Die SGKB auf Social Media

Seit 2013 ist die St.Galler Kantonalbank auf ausgewählten sozialen Medien aktiv. Im Dezember 2012 hat Rebecca Meier im Team digitale Medien als Content Managerin Digitale Medien ihre Arbeit aufgenommen. Sie berichtet im Interview über die Erfahrungen der ersten Stunde, warum eine Bank in den sozialen Medien aktiv sein sollte und welche Herausforderungen diese Kommunikationskanäle mit sich bringen.

Wie wird man Digital Marketing Spezialistin?

Heute verläuft eine Ausbildung zur Digital Marketing Spezialistin vermutlich geradliniger über einen Abschluss in Marketing, Kommunikation und Vertiefungen wie Social Media oder Content-Marketing. Mein Einstieg in die Berufswelt erfolgte nach meiner Ausbildung zur Mediamatikerin und dem Studium «Multimedia Production» mit Vertiefung Corporate Communications. Nach einem Praktikum in einem Sprachreisebüro gelangte ich als Quereinsteigerin zur St.Galler Kantonalbank.

Rebecca Meier
Digital Marketing Spezialistin

Warum hast du dich für eine Bank entschieden, die sich vermutlich eher zurückhaltend in den sozialen Medien bewegt?

Auf der wortwörtlich grünen Wiese zu beginnen, hat mich gereizt. Die St.Galler Kantonalbank hatte lediglich einen Facebook-Account, der unregelmässig mit Beiträgen bedient wurde. Mein Vorgesetzter, Roger Signer, und ich waren also sozusagen die Gründungsmitglieder der digitalen Abteilung innerhalb des Marketings.

Auf welchen Plattformen ist die St.Galler Kantonalbank aktiv?

Heute pflegen wir unsere Kanäle auf Facebook, Instagram, X (ehemals Twitter), LinkedIn und YouTube. Und ganz neu ist TikTok. Damit stärken und pflegen wir den Dialog mit Interessenten sowie Kundinnen und Kunden unserer Bank.

Warum hat sich das Team Digitale Medien für diese Kommunikations-Kanäle entschieden?

Damit wir abschätzen können, ob wir noch auf Kurs sind, machen wir rund alle zwei Jahre eine Neueinschätzung unserer Kanäle. Bisher hatten alle unsere Kanäle einen sehr spezifischen Themenfokus. Das möchten wir künftig etwas öffnen und noch verstärkter auf die Zielgruppe und nicht nur die Themen eingehen. 

Welche Ziele verfolgt ihr mit der Kommunikation über die sozialen Medien?

Wie bereits gesagt, vertiefen wir mit den Beiträgen in den sozialen Medien den Dialog mit unseren Zielgruppen. Durch spannende Beiträge, Wettbewerbe mit Preisen von lokalen Anbieterinnen und Anbietern sowie der Zusammenarbeit mit Influencern aus dem Marktgebiet stärken wir die regionale Verankerung. Wir bieten spannende Einblicke hinter die Kulissen und machen die auf den ersten Blick etwas trocken erscheinende Bank nahbarer, menschlicher und emotionaler. Wir versprechen uns davon, alle unsere Kundinnen und Kunden auf ihrem favorisierten Kanal abzuholen und optimalerweise auch zu begeistern. 

Was waren die grössten Stolpersteine zu Beginn?

Die grössten Hürden waren der Datenschutz und das Bankkundengeheimnis. Als Bank sind wir verpflichtet, diesen Themen gebührend Rechnung zu tragen, Kommunikationsmassnahmen sorgfältig zu konzeptionieren und rechtlich auf sicheren Boden zu stellen. Da das Bankgeschäft in erster Linie seriös, traditionell und professionell zu sein hat, bestand zu Beginn grosse Zurückhaltung in der Nutzung der sozialen Medien. Diese Unsicherheit innerhalb der Bank hat sich über die Jahre gelegt – die Chancen wurden höher angesiedelt als das Risiko, im Umgang mit sozialen Medien Fehler zu machen. Heute sind die Kanäle der sozialen Medien bei Kampagnen nicht wegzudenken. Sie tragen einen grossen Teil zu deren Erfolg bei.

Was hast du persönlich aus der Anfangsphase gelernt?

Mit Beharrlichkeit, Mut und guten Ideen kann ein tolles Projekt auf die Beine gestellt werden. Die Zahlen sprechen für sich. Dass wir in kurzer Zeit eine so grosse Fanbasis aufbauen konnten, hat mich positiv überrascht. Dieser Erfolg gibt uns Recht, stärkt unserem Team den Rücken und eröffnet neue Möglichkeiten.

Die St.Galler Kantonalbank hat rund 1400 Mitarbeitende. Diese haben vom Arbeitsplatz aus Zugriff auf die sozialen Medien und sind entsprechend auch als Marken-Botschafterinnen und -Botschafter unterwegs. Werden sie geschult, was sie posten dürfen, sollen oder sogar müssen?

Nein, aktuell bieten wir keine Schulungen für unsere internen Marken-Botschafterinnen und -Botschafter an. Diese sind jedoch in Planung. Dabei werden wir gemeinsam ein Profil auf der gewünschten Plattform einrichten, erste eigene Gehversuche wagen und Unterstützung bei offenen Fragen anbieten. Das Potenzial von Mitarbeitenden, die positiv, kreativ und aus erster Hand über die Arbeitgeberin berichten, ist gross. Die Social Media-Guidelines, die wir heute schon pflegen, geben bereits jetzt für alle die Rahmenbedingungen vor.

Wieso lohnt es sich, den sozialen Kanälen der St.Galler Kantonalbank zu folgen?

Unsere Followerinnen und Follower erhalten auf unseren aktiv bewirtschafteten Kanälen andere Blickwinkel auf unsere Bank. Wir können Themen wie soziale Engagements, Persönlichkeiten unserer Bank oder auch 1. April-Scherze lebendig und rasch über die sozialen Medien kommunizieren. Nebst den klassischen «Produkten» erhalten Hintergrundthemen, unterhaltsame Inhalte und Mitarbeitende eine Plattform. Über die sozialen Medien können wir zeitnah Einblicke in unseren Bankalltag bieten, die es sonst nicht gäbe. Selbstverständlich verlosen wir auf unseren Kanälen immer wieder tolle Preise und unterstützen dadurch unsere Sponsoring-Partnerinnen und -Partner.



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