Für die Trendwende ist es zu früh – noch

Die Lage ist weiterhin unsicher, und es dominieren unverändert starke Kursausschläge. Oft ist die heftige Reaktion weder fundamental noch rational nachvollziehbar.

Die Unsicherheit an den Aktienmärkten ist weiterhin gross und die Liste der potenziellen Risiken lang. Neben der restriktiveren Geldpolitik spielen Konjunktursorgen eine grössere Rolle. Die Inflation ist hoch und bahnt sich ihren Weg durch den Wirtschaftsprozess. Das Risiko weiter steigender Zinsen ist nach wie vor gegeben. Hinzu kommen geopolitische Risiken, welche die Stimmung an den Märkten belasten. Der Krieg in der Ukraine ist für die Wirtschaft Europas, aber auch für das politische Europa, ein grosses Risiko. Über eine potenzielle Energiemangellage hat dieser einen direkten Einfluss auf die Wirtschaft. Gleichzeitig nimmt auch der Konflikt zwischen China und den USA, der sich vor allem im Techbereich offenbart, konkretere Formen an. So haben die USA Exporte von Mikrochips nach China beschränkt. Dieser Konflikt geht ebenfalls in die nächste Runde. Der Aktienmarkt ist für eine Trendwende noch nicht bereit.

Was braucht es für eine Trendwende?

Neben all diesen negativen Faktoren gibt es auch Lichtblicke. Einer ist die Bewertung der Aktien. Inzwischen ist diese gesunken, und einige Märkte und Einzeltitel erscheinen wieder attraktiver. Sobald sich die Gewinnerwartungen, die Zinsentwicklung und die Konjunkturaussichten stabilisiert haben, ist dies für einen Wiedereinstieg ein positives Signal. Auch von der Konjunkturseite braucht es aufbauende Zeichen. Die Unternehmen gehen von einer schwächeren Konjunkturentwicklung aus, während die aktuelle Lage noch positiv eingeschätzt wird. Sobald sich hier eine Trendwende zeigt und die zukünftige Entwicklung besser eingeschätzt wird, bietet dies ebenfalls Potenzial für eine positive Gegenbewegung bei den Aktienkursen. Zu guter Letzt braucht es eine spürbare Abschwächung des Inflationsdrucks und die Aussicht auf sinkende Zinsen. Dies wird zwar zuletzt als positiver Treiber hinzukommen, ist aber für eine positive Aktienmarktentwicklung essenziell.

Abbau von Schwellenländeraktien

Wir haben uns entschieden, die Aktienquote weiterhin untergewichtet zu belassen. Mit einem Abbau bei den Schwellenländeraktien zugunsten des Schweizer Aktienmarktes geben wir dem Depot eine defensivere Ausrichtung.

Grafik mit Achsen die zeigen welche Regionen und Anlagen wie stark gewichtet werden sollen

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