Der Bulle bleibt auf Zack

Aktuell stimuliert die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie und auf einen Nachholeffekt die Fantasie der Anleger. Der Bulle bleibt dank expansiver Geldpolitik und Konjunkturhoffnungen präsent.

Die Corona-Pandemie ist trotz Impffortschritt noch nicht vorbei. Aber an den Aktienmärkten hat sie ihren Schrecken verloren. Die Weltwirtschaft hat bereits wieder Fahrt aufgenommen und dank Nachholeffekten sind die Wachstumsraten historisch hoch. Für die USA wird in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von über 6% erwartet. Und auch in der Schweiz und in Europa sind die Wachstumserwartungen höher als in normalen Zeiten. China zeigte ein BIP-Wachstum von fast 20% im ersten Quartal. Gleichzeitig sind die Auswirkungen der Pandemie immer noch spürbar. Viele Wirtschaftszweige sind weiterhin auf staatliche Unterstützung angewiesen. In der Schweiz ist Kurzarbeit weit verbreitet und in den USA sinkt die Arbeitslosigkeit zwar, aber die Lücke aus der Corona-Krise ist noch nicht geschlossen.

Der Bulle braucht die expansive Geldpolitik

Die expansive Geldpolitik spielt weiterhin eine zentrale Rolle. Zwar sind die Risse im Finanzsystem «gekittet» und das System stabilisiert. Aber ganz ohne Stützrädchen würde die Sorge vor Zahlungsausfällen schnell um sich greifen. Darum werden die Notenbanken auch weiterhin aktiv am Geschehen an den Kapitalmärkten eingreifen. Erst im kommenden Jahr dürfte die Fed als erste der grossen Notenbanken diese Unterstützung etwas reduzieren. Auch die Entwicklung der längerfristigen Zinsen ist für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten wichtig. Der Anstieg dort setzte sich trotz höherer Inflationserwartungen und Inflationsrate zuletzt nicht weiter fort. Die langen Zinsen haben auf einen Seitwärtstrend eingeschwenkt. Das hat mit der Kommunikation der Notenbanken zu tun. Diese haben sich in den letzten Wochen deutlich zu einer andauernd expansiven Geldpolitik bekannt.

Was den Bullen antreibt

Die stark expansive Geldpolitik, geprägt von ausserordentlichen Massnahmen, treibt den Bullenmarkt somit weiter an. Nach über zwölf Monaten Pandemie wird aber auch klar, dass sich die Wirtschaft schneller erholt als erwartet und auch widerstandsfähiger ist als ursprünglich gedacht. In Kombination mit dem Impffortschritt wird das die Stimmung an den Märkten weiter stützen. Dies sind die wesentlichen Gründe für unser Übergewicht bei den Aktien. Weil die Märkte bereits stark angestiegen und auch die Bewertungen hoch sind, sind Gewinnmitnahmen und damit temporäre Korrekturen möglich. Aber das Fundament für die Aktienmärkte ist weiterhin vielversprechend.

Europa löst die Schwellenländer ab

Der europäische Aktienmarkt profitiert von der Wiederbelebung der Industrieproduktion. Auf der anderen Seite hat sich der Optimismus aus den Schwellenländern verabschiedet. Während noch im letzten Jahr diese Länder als erste aus der Pandemie fanden und dank Nachholeffekt ein beachtliches Wachstum zeigten, wird dies nun von den Industrieländern erwartet. Darum bauen wir unser Übergewicht in den Schwellenländern zugunsten europäischer und Schweizer Aktien ab.

Anlagestrategie SGKB

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