Eins zu Eins

In den letzten Wochen entwickelten sich die Aktienmärkte positiv, obwohl es den einen oder anderen Störsender gab. Bei den Zinsen blieb alles ruhig, obwohl die Notenbanken auf der Währungsseite für Bewegung gesorgt haben. Das grosse Bild an den Märkten bleibt ausgeglichen: eine solide Konjunkturlage trifft auf geopolitische Risiken.

Im Juli zeigten die Aktienmärkte noch eine beachtliche Performance. Im August zeigten sich die Märkte stabil. Dabei fällt auf, dass die Ausgangslage für die Märkte von der Konjunkturseite her unverändert positiv ist. Die Aussichten für die Eurozone sind vielversprechend. Auch die USWirtschaft hat in den letzten Wochen wieder bessere Zahlen gezeigt. Vor allem die Detailhandelsverkäufe haben auf der positiven Seite überrascht und damit die Aktienmärkte nach oben gedrückt. Ebenfalls positiv fällt ins Gewicht, dass die Gewinne der Unternehmen wieder steigen. Diese Faktoren wiegen stark und geben den Aktienmärkten eine solide Basis. Bemerkenswert ist auch, dass auf schwächere Aktientage jeweils eine Gegenreaktion folgt. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Anlegergemeinde rund um den Globus in Aktienanlagen weiterhin Potenzial sieht.

Und die Störsender?

Die Störsender kommen von der geopolitischen Seite. Der Konflikt rund um Nordkorea ist bei uns unter scharfer Beobachtung. Einerseits geht es ums Säbelrasseln und um die Drohgebärden zwischen den USA und Nordkorea. Andererseits geht es um die Rolle Chinas. China ist ein wichtiger Handelspartner Nordkoreas und nicht an einem militärischen Konflikt zwischen Nordkorea und den USA interessiert. Dadurch wird China zu einem Akteur in diesem Konflikt. Und hier geht es um ökonomische Fakten. Denn eine Eskalation des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA könnte die Handelsbeziehungen USA-China auf Eis legen. Das hätte negative Konsequenzen rund um den Globus und somit auch für die Aktienmärkte. Weil wir davon ausgehen, dass die Drohgebärden abebben und eine diplomatische Lösung angestrebt wird, halten wir den Anstieg der Risikoaversion für ein vorübergehendes Ereignis. Wir sehen darin keinen Grund für eine anhaltende Abwärtsbewegung der Aktienmärkte. Die negativen ökonomischen Konsequenzen dürften sich nicht materialisieren.

Risiken und Chancen halten sich die Waage

Unterm Strich gibt es für die Aktienmärkte Chancen. Diese liegen auf der Hand. Zusammengefasst sind es die guten Konjunkturaussichten, die unverändert expansive Geldpolitik und gute Nachrichten von den Unternehmen. Auf der anderen Seite führen die geopolitischen Risiken zu einem Gefühl der Unsicherheit. Sie lassen sich nur schwer prognostizieren und sind aufgrund der hohen Komplexität nur schwer einzuordnen. Dieser Unberechenbarkeit tragen wir Rechnung, indem wir die Aktienquote nicht erhöhen. Weil aber die Wirtschaftslage für die Entwicklung an den Aktienmärkten ausschlaggebend ist, drängt sich auch ein Abbau nicht auf.

Konklusion: Auf Ebene Anlageklasse nehmen wir keine Anpassung vor. Bei der Aktienquote halten wir ein Gleichgewicht, auch die Allokation in Wandelanleihen halten wir weiterhin bei.

Anlagestrategie SGKB

Die Anlagestrategie der St.Galler Kantonalbank.