Wie lange dauert die Aktienhausse noch an?

Die Aktienmärkte waren 2019 nicht zu stoppen. Als sich die Fed im Januar 2019 von ihrem Zinserhöhungszyklus verabschiedete, legte sie die Basis für die ausgeprägte Hausse des vergangenen Jahres.

Selbst der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China, welcher der Konjunkturentwicklung einen spürbaren Dämpfer versetzte, konnte den Aufwärtstrend nur kurzfristig unterbrechen. Als sich zum Jahresende eine Annäherung in Form eines «Phase-1-Abkommens» abzeichnete, legten die Aktienmärkte sogar nochmals einen Zacken zu. Die Chancen für positive Aktienmärkte sind weiterhin intakt. Das Abkommen zwischen den USA und China ist unterschrieben und weitere Gespräche sind geplant. Auch die Geldpolitik wird expansiv bleiben, was positiv wirken wird. Vor allem sind in diesem Umfeld Aktien im Vergleich zu Obligationen weiterhin attraktiv. Immerhin winken bei Aktien Dividendenzahlungen und diese sind höher als die Renditen «sicherer Obligationen».

Konjunkturdelle noch nicht ausgestanden

Sicher, vieles spricht für eine positive Entwicklung der Aktienmärkte. Aber die Ampel steht nicht auf hellgrün. Die Aktienmärkte haben die expansivere Geldpolitik und auch die Annäherung im Handelsstreit in den Kursavancen bereits berücksichtigt. In diesem Umfeld ist der Effekt positiver Überraschungen kleiner als der kursdämpfende Effekt bei Negativschlagzeilen. Und hier bieten beispielsweise die Konjunkturaussichten gewisses Risikopotenzial. Die US-Binnenkonjunktur ist zwar in einer sehr guten Verfassung und das hilft der Wirtschaft rund um den Globus. Aber gerade der Industriesektor, der traditionell exportorientiert ist, ist von der Wachstumsschwäche 2019 noch gezeichnet. Es ist gut möglich, dass das Phase-1-Abkommen die Stimmung im Industriesektor hebt. Aber die Produktionszahlen werden ihre Aufholjagd noch nicht aufnehmen.

Wie gefährlich sind die politischen Risiken?

Ende Januar wird Grossbritannien den Brexit vollziehen. Wenig deutet auf einen harten Brexit hin, weshalb das Nervenkitzel-Potenzial sehr klein ist. Der anstehende US-Wahlkampf bietet hier mehr Potenzial. Weil aber in diesem Zusammenhang sehr viel offen ist, gehören Aussagen zu den US-Wahlen ins Reich der Spekulationen. Die Spannungen im Persischen Golf sind spürbar zurückgegangen, aber der Konflikt zwischen den USA und dem Iran kann immer wieder eskalieren. Für Investoren ist entscheidend, wie lange ein solcher Konflikt die Risikoaversion ansteigen lässt. Hierbei zeigte sich, dass dieser Effekt eher kurzlebig war. Ebenfalls ist wichtig, dass der Ölpreis wegen der Politik nicht überschiesst. Da die Öllager üppig gefüllt sind und sowohl die OPEC als auch andere Ölanbieter die Förderung ausweiten können, besitzt der Ölpreis nur beschränkt Aufwertungspotenzial.

Aktien sind am attraktivsten

Weil die Zinsen tief bleiben, sind Aktien weiterhin attraktiv. Die Weltwirtschaft muss aber noch an Stabilität gewinnen, bevor wir über einen Aufbau der Aktienquote nachdenken. Das Übergewicht in US-Aktien und im Schweizer Aktienmarkt bleibt unverändert.

Anlagestrategie SGKB

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