Der Dank geht an die US-Notenbank!

Das starke Aktienjahr 2019 verdanken wir der umsichtigen Geldpolitik der Fed. Weil sie sich im März für eine wieder expansivere Geldpolitik entschied, frohlockten die Aktienanleger. Was kommt 2020?

Am 11. Dezember gab die US-Notenbank Fed bekannt, dass sie bis auf Weiteres keine Zinssenkungen mehr plane. Die Konjunkturentwicklung ist stabiler, die Risikolage hat sich zugunsten der US-Wirtschaft entspannt und dem US-Arbeitsmarkt geht es prächtig. Die Zinspause der Fed war so am Markt erwarten worden. Auch die Aussicht, dass die Fed 2020 (noch) keine Zinsschritte plant, löste keine negativen Reaktionen aus.

US-Geldpolitik wirkt rund um den Globus

Die amerikanische Notenbank geniesst an den Finanzmärkten ein sehr grosses Vertrauen. Und das nicht unverdient. In den letzten elf Jahren hat die Fed wiederholt bewiesen, dass sie handlungs- und anpassungsfähig ist. In der Finanzkrise lernte sie schnell. Nach der Pleite von Lehman Brothers wurde den Fed-Vertretern schnell klar, dass jede weitere illiquide Bank eine tiefe Rezession hätte auslösen können. Ihre geldpolitischen Aktivitäten in der Finanzkrise und auch ihre Zinserhöhungen im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs zeigen, dass die geldpolitischen Massnahmen optimal an die Mechanismen der amerikanischen Wirtschaft angepasst sind. Hinzu kommt der grosse Wirkungsradius der Fed. Dank der Sonderstellung der amerikanischen Finanzmärkte mit dem US-Dollar als wichtigste Reservewährung erzielt die Fed die mit Abstand grösste Reichweite aller Notenbanken. Die Entscheide der US-Fed entfalten ihre Wirkung weltweit, was ihr eine einzigartige Sonderstellung gibt. Dieser Umstand erklärt auch, weshalb die Geldpolitik der Fed überproportional wichtig ist für die Entwicklung an den Aktienmärkten, während die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hierbei eher eine Nebenrolle spielt.

2020: Fed, Konjunktur und Welthandel

Auch im kommenden Jahr wird die US-Geldpolitik eine zentrale Rolle spielen. Vor allem dann, wenn die Marktteilnehmer das Vertrauen in den Wirtschaftsgang verlieren oder sich die Lage im Welthandel zuspitzt, wird die Notenbank in die Bresche springen müssen. Sie hat glücklicherweise genug Rückhalt, um einen gewissen Grad an Stabilität wiederherzustellen. Aber die US-Notenbank wird es 2020 nicht alleine richten können. Damit die Entwicklung an den Aktienmärkten positiv bleibt, braucht es eine Wiederbelebung der Weltwirtschaft. Dafür stehen die Zeichen nicht schlecht, übrigens auch dank der Zinssenkungen der Fed. Jüngst hat sich die Lage im US-Industriesektor stabilisiert. Aktien sind am attraktivsten Weil die Zinsen tief bleiben, sind Aktien weiterhin attraktiv. Die Weltwirtschaft muss aber noch an Stabilität gewinnen, bevor wir über einen Aufbau der Aktien nachdenken. Wir gehen mit einem Gleichgewicht ins neue Jahr.

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