Dreierseilschaft treibt die Märkte

Die Konjunkturerholung nimmt weiter Fahrt auf, die Notenbanken bekennen sich zur expansiven Geldpolitik und die Aktienmärkte eilen von Höchst zu Höchst. Wie lange kann das noch gut gehen?

Die Ausgangslage für die Aktienmärkte könnte wirklich kaum besser sein: Die globale Wirtschaft hat auf einen starken Wiederbelebungspfad eingeschwenkt. Die US-Notenbank erwartet für die USA ein BIP-Wachstum von 7% in diesem Jahr und die Gewinnerwartungen der Unternehmen zeigen steil nach oben. Die Gegenbewegung auf die tiefe Rezession im Zuge der Covid19-Pandemie ist tatsächlich beeindruckend. Und sie ist wichtig. Nicht nur für die Finanzmärkte, sondern auch für die Wirtschaft allgemein. Viele Branchen ächzten und litten unter den Auswirkungen der Pandemie. Mit der konjunkturellen Wiederbelebung wird sich der Arbeitsmarkt schneller erholen können und das wird die Konjunkturerholung, die bisher vor allem von einer stärkeren Exportnachfrage und einer stärkeren Industrie profitiert hat, breiter abstützen.

Konjunktur: Positiver Dominoeffekt

Die Konjunkturlage ist bemerkenswert. Oft wird im Zusammenhang mit Finanzmärkten von negativen Dominoeffekten gesprochen. Aktuell zeigt sich eher das Gegenteil, nämlicher ein positiver Dominoeffekt. Asien kam als erste Region aus der Pandemie heraus und zeigte eine starke konjunkturelle Wiederbelebung. Danach folgten die USA und nun kommt auch Europa in Fahrt. Diese gestaffelte Erholung garantiert, dass die Wirtschaftserholung laufend an Breite gewinnt und sich die Lücke zwischen bereits erstarkter Aussenwirtschaft und Binnenwirtschaft wieder schliesst. Die positive Entwicklung wird darum auch im 2. Halbjahr anhalten. Nicht umsonst rechnet die Schweizerische Nationalbank SNB mit einem BIP-Wachstum von 3.5%.

Risiken: Tapering-Diskussion und Inflation

Die Aktienmärkte haben noch Luft nach oben, auch weil neben den positiven Faktoren wegen der historisch tiefen Zinsen Alternativen zu Aktien fehlen. Es gibt aber auch potenzielle Risiken, die wir eng überwachen. Die Auseinandersetzung zwischen China und den USA bietet wegen des Streitpunkts Technologie das Potenzial, schnell Unruhe an die Finanzmärkte zu bringen. Ebenfalls legen wir jedes Wort der US-Notenbank auf die Goldwaage. Die Aussicht auf ein Ende der ultra-expansiven Geldpolitik könnte mehr Volatilität an die Märkte bringen. Hier bräuchte man Geduld, bis sich die Märkte neu eingependelt haben. Auch die steigenden Preise könnten einzelne Sektoren belasten und die expansive Geldpolitik schneller beenden als erwartet.

Weiterhin positiv für Aktien

In Summe aber werden die Aktienmärkte weiterhin von der Geldpolitik und der Konjunkturerholung getragen. Unsere Allokation bleibt deshalb unverändert. Wir halten weiterhin ein Übergewicht in amerikanischen und in Schweizer Aktien.

Anlagestrategie SGKB

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