Europa kriegt den Knoten nicht gelöst

Europa kann nicht beweisen, dass es geeint an einem Strang zieht und verliert sich in Grabenkämpfen. Keine guten Voraussetzungen für die Wirtschaft und für eine entsprechende Erholung der Aktienmärkte. Deshalb bauen wir europäische Aktien ab.

Insgesamt haben wir entschieden, an der Aktienallokation nichts zu verändern, beziehungsweise weiter untergewichtet zu bleiben. Die Gründe liegen auf der Hand: Zwar bieten die Zentralbanken weiterhin grosszügig Unterstützung. Dies voraussichtlich noch über mehrere Jahre. Gleichzeitig drängt sich aber in Form der zunehmend heftiger werdenden zweiten Welle von Corona-Infektionen wieder ein Störenfried in den Vordergrund, welcher von den Aktienmärkten schon fast abgeschrieben worden war.

Die zweite Welle ist da

In den letzten Monaten sah es nicht danach aus, als ob wieder rigidere Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie nötig wären. Unterdessen hat sich die Lage geändert. Derzeit kommt bei vielen Marktteilnehmern die Angst auf, dass einzelne Staaten wieder zu vergleichbar harten Massnahmen wie im Frühjahr greifen könnten. Doch dies hätte für die wirtschaftliche Erholung unerwünschte Konsequenzen. Die Menschen schränken dann wieder den Konsum ein. Zudem würde ein erneuter Lockdown Lieferketten stören und die Unternehmen dazu verleiten, sich vermehrt mit Investitionen zurückzuhalten.

Unsicherheit nicht nur wegen Corona

Aber in Europa steigt die Unsicherheit nicht nur wegen der zweiten Welle durch Corona-Infektionen. Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit Grossbritannien sind am Stocken. Ende Jahr ist die Übergangsfrist vorbei und es droht ein harter Brexit. Gleichzeitig sind sich die europäischen Partner wieder uneins, wie es mit dem 750-Milliarden-Corona-Hilfspaket weitergehen soll. Wären dies nicht genug der Probleme, lauert mit dem Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland ein weiterer Störenfried, der aktuell kaum beachtet wird. Dies hat uns dazu bewogen, das Untergewicht der europäischen Aktienmärkte weiter auszubauen.

USA trotz Wahlen in positivem Licht

Der Ausgang der US-Wahlen ist zwar weiterhin offen. Zumindest in der kurzen Frist dürfte es jedoch für die Marktteilnehmer kaum eine Rolle spielen, wer an die Macht kommt. Die Gefahr von Steuererhöhungen und einer Gesundheitsreform im Falle eines demokratischen Sieges wird aktuell ausgeblendet. Denn in erster Linie muss sich der gewählte Präsident um die von der Pandemie gezeichnete Wirtschaft kümmern und ein entsprechendes Konjunkturpaket aufgleisen. Dies dürfte mit einem demokratischen Präsidenten grosszügiger ausfallen. Zudem sind wir der Überzeugung, dass die US-Unternehmen pragmatischer mit der Krise umgehen und entsprechend auch schneller auf die Beine finden werden. Eine gewichtige Indikation dafür bieten die Stimmungsindikatoren der Führungskräfte.
Diese fallen in den USA deutlich positiver aus als in Europa und bestärken uns in unserer Entscheidung, die USA gegenüber Europa vorzuziehen.

Anlagestrategie SGKB

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