Corona: Es kommt eine Zeit «danach»

Die Coronakrise ist allgegenwärtig. Sie hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt und die Finanzmärkte auf einen Höllenritt geschickt. Die Unsicherheit ist gross, denn die Corona-Pandemie ist historisch einmalig.

Die Coronakrise ist ein starker und umfassender realwirtschaftlicher Schock. Darum sind die Fiskalpakete, welche die Regierungen in Europa und den USA schnüren von grosser Wichtigkeit. Im Wesentlichen müssen die Fiskalpakete zwei zentrale Aufgaben erfüllen. Sie müssen die Unternehmen und Arbeitnehmer möglichst gut und schadlos durch die Coronakrise bringen. Sie müssen aber auch so ausgestaltet sein, dass die ökonomische Infrastruktur erhalten bleibt. Denn es wird eine Zeit nach Corona geben und dann wird der Nachholbedarf gross sein. Zwar werden wir alle nur einmal zum Friseur gehen, aber alle möchten das möglichst bald nach der Krise tun. Nur wenn die Fiskalpolitik die Infrastruktur aufrechterhält, kann es zu einer positiven Gegenbewegung kommen. Und diese dürfte einen Teil des starken Wirtschaftsrückgangs im ersten und zweiten Quartal kompensieren. Die Herausforderung für die Unternehmen ist aber sehr gross. Denn alle Ressourcen, die sie jetzt einsparen müssen, werden sie mit dem Ende der Pandemie umso mehr brauchen. Darum sind die Überbrückungskredite und Bürgschaften ein sehr wichtiger Weg.

Geldpolitik in der Nebenrolle

Anders als in der Finanzkrise ist die Geldpolitik in der aktuellen Krise in der Nebenrolle. Denn in der Coronakrise kommt der Schock nicht aus dem Finanzsystem, sondern aus einem Nachfrage- und Angebotsschock, der direkt negativ auf die Realwirtschaft wirkt. Mit den rigorosen Quarantänemassnahmen ist der private Konsum praktisch eingebrochen, ebenso wie der Tourismus, und die Flugzeuge stehen am Boden. Keine geldpolitische Massnahme kann diesen Nachfrageschock abfedern. Die Geldpolitik kann lediglich die negativen Auswirkungen auf die Firmen abschwächen und den Finanzsektor stabil halten. Der Umsatzeinbruch bei den Firmen ist gross und stellt sie vor Liquiditätsengpässe, weil die laufenden Kosten weiterhin bezahlt werden müssen. Darum sind die Bürgschaften und die Kreditprogramme richtig. Sie sind aktuell die einzige Möglichkeit, um die Krise zu überbrücken und nach dem Ende der Coronakrise wieder zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen.

Ruhe bewahren wird sich lohnen

Aktuell gehen die Emotionen hoch. Das zeigt sich deutlich an den starken Kursschwankungen an den globalen Aktienmärkten und auch an der eher tiefen Liquidität an den Kapitalmärkten. Es zeigt, dass viele Anleger Liquidität schaffen wollen oder müssen. Wir gehen davon aus, dass die Unsicherheit an den Märkten noch eine Zeit lang hoch bleiben wird. Entsprechend rechnen wir auch mit starken Kursschwankungen. Wir finden es aber wichtig, im aktuellen Umfeld Ruhe zu bewahren und das Depot bereits jetzt auf die Zeit «nach Corona» auszurichten. Wir haben die tiefen Kurse für Zukäufe genutzt, aber halten eine leicht tiefere Aktienallokation als der Benchmark.

Anlagestrategie SGKB

Ihr nächster Schritt

Möchten Sie unsere Research-Berichte als Newsletter erhalten? Oder mit unseren Audio- und Videopodcasts auf dem Laufenden gehalten werden? Abonnieren Sie die entsprechenden Newsletter.

Downloads

Twitter

Twitter-Kanal

Trends und tagesaktuelle Entwicklungen aus unserem Investment Center auf Twitter.

Folgen Sie uns jetzt auf Twitter

Diese Informationen dienen zu Werbezwecken.