18. März 2024, Rohstoffe

Goldpreisanstieg fällt auf

Nachdem das gelbe Edelmetall zum Jahresauftakt auf Richtungssuche war, folgte im März der Preisausbruch nach oben.

War das gelbe Edelmetall in den ersten Wochen 2024 auf Richtungssuche, folgte innert einem Monat ein Preisanstieg von 10%. Mit den gängigen Goldpreistreibern US-Dollar und Zinsen lässt sich der Anstieg nicht gänzlich nachvollziehen. Entsprechend ist die Begründung für die Goldpreishausse vielfältig. Die anhaltenden Abflüsse aus den Goldfonds konnten ebenfalls gut verkraftet werden und wurden offenbar durch einen Anstieg der Nachfrage nach physischem Gold kompensiert. Eine verlässliche Stütze am Goldmarkt bleiben die Zentralbanken. In den beiden vergangenen Jahren erreichten ihre Goldkäufe mit über 1000 Tonnen einen neuen Rekord – und auch im laufenden Jahr bleibt das Kaufvolumen hoch. Damit konnten die Verkäufe der ETF-Anleger aufgefangen werden. Neben der strukturell hohen Nachfrage durch die Notenbanken dürften zuletzt vor allem auch die kurzfristig orientierten Anleger am Futures-Markt für Auftrieb gesorgt haben.

Edelmetalle: Preisentwicklung im Quervergleich

Quelle: Bloomberg; Edelmetallpreise in US-Dollar pro Unze (indexiert; Jan. 2019=100)

Einschätzung

18.03.2024 in 3 Monaten in 12 Monaten
Gold (USD/Unze) 2160 2050 - 2150 2000 - 2100
Quelle: Bloomberg und Prognosen SGKB

Daniel Wachter

Senior Strategieanalyst
Stauffacherstrasse 41
8021 Zürich
Ansicht vom Gebäude der Niederlassung der St.Galler Kantonalbank in Zürich