Wir haben uns einen Traum erfüllt

In den letzten Monaten durften wir Euch mit dem Hausbau begleiten. Mittlerweile steht der Wintergarten, der Rasen blüht und auch im Garten wachsen die ersten Salate der Sonne entgegen. Sind nun alle Bauarbeiten fertig gestellt?

In den letzten Monaten durften wir Euch mit dem Hausbau begleiten. Mittlerweile steht der Wintergarten, der Rasen blüht und auch im Garten wachsen die ersten Salate der Sonne entgegen. Sind nun alle Bauarbeiten fertig gestellt?

Simone Suter: Noch nicht ganz. Es fehlt nur noch das Balkongeländer und die Sonnenstoren. Sobald diese installiert sind, ist unser Haustraum verwirklicht.

Stefan Suter: In der nächsten Zeit werden wir noch Rauchmelder installieren - zu unserer Sicherheit. Als Minimalregel gilt in Einfamilienhäusern mindestens ein Rauchmelder pro Etage. Wir werden jedoch in jedem Schlafzimmer einen installieren, sowie im Badezimmer und beim Carport. Wichtig ist, dass diese Brandmelder miteinander kommunizieren, damit der Alarm überall frühzeitig wahrgenommen werden kann, denn die ersten Minuten sind im Ernstfall entscheidend.

Wie fühlt Ihr Euch in einem MINERGIE-Haus? Merkt man einen Unterschied zu früher?

Stefan Suter: Auf jeden Fall. Wir spüren die bessere Luft - und dies ohne zu lüften. Für uns bedeutet Minergie ganz einfach mehr Lebensqualität.

Simone Suter: Auch ohne Dampfabzug in der Küche löst sich der Geschmack vom Kochen dank der kontrollierten Lüftung innert kürzester Zeit in Luft auf.
Falls wir im Winter mit Gästen zusammen Raclette machen, können wir die Luftzirkulation schneller einstellen. So bleibt der Käsegeruch nicht in den Räumen stehen und wird schon während dem Essen nach Aussen transportiert.

Am Anfang gab es noch Probleme mit der Katzentüre an einem Minergie-Haus. Jetzt mit dem Wintergarten können sich die Katzen wenigstens in einem wind- und wettergeschützten Raum verkriechen. Ist das die perfekte Lösung für alle?

Simone Suter: Wir sind sehr zufrieden mit dieser Lösung. Mittlerweile haben wir unsere Katzen auch noch gechipt. Die Katzentüre konnte so programmiert werden, dass nur unsere Katzen in den Wintergarten kommen. Schleicht sich eine andere Katze zur Türe bleibt sie blockiert. So können wir auch sicherstellen, dass wir keine fremden Tiere in unserem Wintergarten beherbergen.

Euer Haus hat weder Estrich noch Keller, habt Ihr trotzdem genügend Stauraum?
Wäre es überhaupt möglich, bei einem MINERGIE-P-Haus einen Keller zu bauen?

Stefan Suter: Grundsätzlich wäre es schon möglich, einen Keller zu bauen. Das ist jedoch mit sehr viel Aufwand und Mehrkosten verbunden. Da ein Keller nicht beheizt ist, muss der Keller vom beheizten Teil des Gebäudes getrennt werden. Die Kellerdecke und der Zugang zum Keller muss genügend gedämmt sein, damit keine Kälte in den Wohnbereich gelangt.
Damit wir uns diesen Aufwand und die Mehrkosten ersparen konnten, haben wir uns für einen Anbau am Haus entschieden. Hier können wir die Sachen verstauen, die man sonst im Keller hat. In diesen Anbau gelangt man vom ungedämmten Eingangsbereich und braucht somit das Haus nicht zu verlassen. So sind die ganzen Staumöglichkeiten auf Wohnhöhe und für Vorräte haben wir neben der Küche im Heizungsraum Platz.

Blicken wir zurück, auf die grüne Wiese zu Beginn des Baus. Würdet Ihr den Aufwand nochmals auf Euch nehmen?

Stefan Suter: Wir waren uns von Anfang an bewusst, dass ein Hausbau kein Zuckerschlecken wird. Die Planung und die Auswahl der Materialien braucht Zeit und Geduld. Doch wenn anschliessend das Resultat perfekt ist, hat man den ganzen Stress vergessen. Deshalb würden wir den Aufwand gerne nochmals auf uns nehmen. Da wir uns mit unserem Architekten sehr gut verstanden haben, hatten wir von Anfang an eine gute Basis.

Wenn ihr nochmals bauen würdet, was würdet Ihr anders machen?

Simone Suter: Eigentlich gar nichts. Wir sind sehr zufrieden und würden alles wieder genau gleich machen. Auch wenn es am Anfang schwierig war, sich ein Haus anhand von Zeichnungen vorzustellen, müssen wir heute sagen, dass wir alles richtig gemacht haben. Wir fühlen uns wirklich sehr wohl in unserem Zuhause. Unser Wohntraum hat sich tatsächlich erfüllt.