Edelmetalle haben schon heller geglänzt

Die Musik an den Finanzmärkten spielt aktuell bei den Aktien und den Zinsen. Beide Anlageklassen beherrschen die Schlagzeilen, die Edelmetalle stehen nicht im Vordergrund. Mit positiven Meldungen konnten die Metalle zuletzt auch nicht aufwarten.

Der Goldpreis in Dollar ist seit Anfang Jahr trotz Inflation und Ukrainekrieg 10% gefallen. Im Vergleich zum Höchststand vom März sind es gar 20%. In Franken gerechnet fällt das Jahresminus jedoch deutlich geringer aus, da der Dollar zum Franken 8% hinzugewonnen hat. Die ersten Monate des Jahres waren noch geprägt von einer regen Nachfrage durch Investoren – die Goldfonds erfreuten sich grosser Beliebtheit. Diese Anlegergruppe hat den sicheren Hafen Gold in den vergangenen Monaten aber gemieden. Vom Jahreshöchst 2022 summierte sich der Abfluss aus den mit Gold hinterlegten Fonds auf 360 Tonnen. Das entspricht knapp 10% des Gesamtbestandes. Im Oktober zeigte sich noch keine Trendwende bei den von Bloomberg erfassten Beständen. Vielmehr leidet das gelbe Edelmetall unter den höheren Zinsen, welche die Alternativen zum ertragslosen Gold attraktiver machen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg im Oktober bis auf 4.3%. Dieses Niveau hatte die Rendite zuletzt vor der Finanzkrise 2008 erreicht. Starker Gegenwind gab es in den letzten Monaten zudem vom erstarkten Dollar. Der Dollarindex, der die Wertveränderung des Dollars gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner spiegelt, hat sich jüngst aber von seinem Zwanzigjahreshoch abgeschwächt.

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Daniel Wachter

Senior Strategieanalyst
Stauffacherstrasse 41
8021 Zürich
Ansicht vom Gebäude der Niederlassung der St.Galler Kantonalbank in Zürich
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