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mosa!k – Angebote für jüngere Menschen mit Demenz

Die Lancierung eines tagesstrukturierenden Angebots soll helfen, die Lücke im Netz der bestehenden Entlastungsangebote für jüngere Menschen mit Demenz, zu schliessen.

Meilensteine

22. Mai 2018

Vom Café «TrotzDem», über Gesprächsgruppen bis hin zum Aufruf nach der Suche eines neuen Daheims: Werfen Sie einen Blick auf die Flyer von mosa!k:

Café TrotzDem
Gesprächsgruppe Betroffene 65plus
Gesprächsgruppe Betroffene
mosa!k suecht es Dehei

18. Januar 2018

Einladung: Workshop für jung an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zum Thema «Demenz mitten im Leben – wie weiter?».

Flyer herunterladen und mehr zum Workshop erfahren

17. Januar 2018

Trommelworkshops für Menschen mit Demenz

Trommeln in der Gruppe kann «die Seele beflügeln» und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit vermitteln. Zudem werden Motorik, Rhythmusgefühl und die Sinne gefördert. Wenn Worte und Sätze nicht mehr fliessen, können Klänge und Rhythmen befreiend und wohltuend wirken. Der zweiteilige Trommelworkshop richtet sich an Menschen mit Demenz. Auch deren Angehörige sind herzlich willkommen.

Flyer herunterladen

Mehr zum Event erfahren

Informationen zum Projekt

In unserer Arbeit als Leiterinnen einer ALZ-Angehörigengruppe von jung an Demenz erkrankten Menschen in St. Gallen erfahren wir immer wieder, dass bereits vorhandene Entlastungsangebote meist nicht den Bedürfnissen von jung an Demenz erkrankten Menschen entsprechen. Dies motiviert uns, ein tagesstrukturierendes Angebot zu lancieren, welches diese Lücke im Netz der bestehenden Entlastungsangebote schliesst.

Nach Schätzungen der Schweizerischen Alzheimervereinigung leben heute rund 119‘000 Menschen mit Demenz in der Schweiz. Menschen mit einer Demenzerkrankung sind meist hochaltrige Personen, zu zwei Drittel sind es Frauen. Eine dementielle Erkrankung kann aber auch in jüngeren Jahren auftreten. Rund 2600 Personen erkranken schweizweit an einer Demenz, bevor sie das Pensionsalter erreichen. Im Kanton St. Gallen sind gemäss Berechnungen der Schweizerischen Alzheimervereinigung (ALZ, 2014) ca. 6‘600 Menschen an einer Demenz erkrankt. Schätzungsweise 158 davon sind jünger als 65 Jahre. Ein Grossteil davon lebt zu Hause und wird dort von ihren Angehörigen betreut. Ein wichtiger mosa!k-Stein im Gefüge der notwendigen Entlastungsangebote für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz stellen spezialisierte Tagesstrukturen (=Tagesbetreuung, Tagesstätten) dar.

Für die Gruppe der unter 65-Jährigen bestehen heute noch deutlich weniger bis keine spezialisierten Angebote. Ambulante wie auch stationäre Angebote für Menschen mit Demenz sind heute in erster Linie auf betagte Menschen ausgerichtet. Jung Erkrankte sind hier immer die Jüngsten – sei es im Gedächtnistraining oder in der Tagesstätte – dabei haben jüngere Personen mit Demenz zum Teil ganz andere Bedürfnisse. Sie fühlen sich denn in solchen Gruppen häufig fehl am Platz oder auch unwohl. Daher braucht es aus unserer Sicht zusätzliche, auf die speziellen Bedürfnisse jüngerer Menschen ausgerichtete Betreuungs-Angebote.

Zielgruppe: Als Zielgruppe dieses Projektes gelten jüngere an Demenz erkrankte Personen (< 65 jährige) sowie über 65-jährige Personen mit Demenz, die über gute Bewegungsressourcen verfügen und die sich für alltagsnahe Aktivitäten in einer kleinen Gruppe interessieren / begeistern lassen.

Ziel unseres Projektes: Im Raum St. Gallen / Appenzell soll schrittweise ein Angebot an tagesstrukturierenden Aktivitäten für jüngere und junggebliebene Menschen mit Demenz entwickelt und angeboten werden. Diese Angebote verstehen sich als «kleine aber feine mosa!ksteine» im unterstützenden Support-Gefüge, auf welches Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen angewiesen sind.

Diese Angebote sollen auf mehreren Ebenen positive Wirkung zeigen:

  • bei jung an Demenz erkrankte Menschen
  • bei ihren Angehörigen und Bezugspersonen
  • bei den mitwirkenden Personen wie z.B. Freiwilligen

Das Besondere: Die Angebote werden in Zusammenarbeit mit interessierten Betroffenen und deren Angehörigen entwickelt. Unsere Ideen sollen in einem ersten Schritt mit diesen Personen diskutiert und priorisiert werden. Es ist uns ein grosses Anliegen, diese Personen von Anfang an als Mit-Gestaltende in unsere Projektarbeit einzubeziehen, dies ganz im Sinne von «nicht über Menschen mit Demenz sondern mit ihnen reden».