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Lattich I – Die Brache Güterbahnhof St.Gallen zum Leben erwecken

Das Güterbahnhofareal ist eines der letzten grösseren Entwicklungsgebiete in der Stadt St.Gallen. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu Hauptbahnhof und Stadtzentrum - und es ist heute stark unternutzt.

Meilensteine

27. September 2018

Kreative Köpfe auf dem Güterbahnhof

Auf dem Güterbahnhof in St. Gallen entstehen Arbeitsräume für die Kreativwirtschaft. Interessentinnen und Interessenten können sich ab sofort bewerben. Bezugstermin ist der 1. April 2019. Die Zwischennutzung ist auf 10 Jahre beschränkt. Der Verein «Lattich» konnte – unterstützt durch die St.Galler Kantonalbank im Rahmen ihres Jubiläumswettbewerbs – bereits während der Sommermonate 2016 bis 2018 die zwischenzeitlich leerstehende SBB-Halle und die Aussenfläche nutzen und beleben.

14. Mai 2018
05. Mai 2018

Den Frühling begrüsst

Anfang Mai erwachte das Lattich-Quartier wieder zum Leben. Am Fest zum Saisonstart hat das Designerkollektiv Altherr/Weiss im silbrigen Container eine Licht-Aktion gezeigt. Und im Flon-Container stand «Live Painting» auf dem Programm. Wer wollte, konnte ein T-Shirt gestalten und mit der Siebdruck-Technik bedrucken. Musikalisch stimmte die italienische Band Canzoni die Lattich-Saison ein. Ein Besuch ist der Lattich wert. Bis Ende Oktober wird auf dem Güterbahnhof in St. Gallen wieder allerhand los sein.

Informationen zum Projekt

Zudem führen die Planungsarbeiten für ein Verkehrsprojekt dazu, dass die nächsten zirka 15 Jahre auf dem Areal Güterbahnhof nichts auf die Dauer angelegtes passieren wird. Ausserdem hat sich aktuell ein Leerstand in einem grösseren Teil der SBB-Lagerhalle ergeben.

Das ist eine einmalige Chance für Zwischennutzungen, nicht im Sinne von «naiven Improvisationslösungen» sondern im Sinne eines souveränen Umgangs mit der Ressource Aufmerksamkeit in einem kommunikationsorientierten Stadtentwicklungsprozess. Eine Konstellation, im Zusammenspiel mit dem Wettbewerb der Kantonalbank, welche das Potenzial hat für die Stadt und die Region etwas Aussergewöhnliches und über viele Jahre Treibendes und Prägendes hervorzubringen. Das Zeitfenster dafür ist jetzt offen.

Das Experiment beginnen

Deshalb wollen wir jetzt beginnen: Am Bestehenden andocken mit dem Ziel, die Brache mit zusätzlichem Leben zu füllen und rasch sichtbar zu werden. Mit Lattich I wollen wir eine Zwischennutzung auf dem Güterbahnhof St. Gallen initialisieren. Wir wollen ein Experiment beginnen. Ein relativ informelles und niederschwelliges Beleben der Brache während einigen Monaten im Sommer 2016. Die Zwischennutzung soll analog dem Pioniergewächs Lattich organisch wachsen und wuchern. Das Handeln vor Ort mit Engagement und Herzblut, als flexibler Akt, steht im Vordergrund.

Leben kehrt ein

Wo bis vor Wochen Lastwagen und Hubstapler dominierten, soll rasch Aufbruch sichtbar markiert werden (z.B. durch Aufstellen von nicht mehr gebrauchten See-/Lagercontainern) und Öffentlichkeit geschaffen werden: Auf und neben der Rampe der SBB-Lagerhalle entsteht eine ambulante vom Konsortium Lattich und weiteren interessierten Akteuren auf freiwilliger Basis betriebene Gastwirtschaft mit Mittagsgrill, Freitagsbier oder Sonntagskaffeeundkuchen. Die Rampe wird damit zum urbanen Treffpunkt und Brennpunkt des gemeinsamen Experiments Zwischennutzung. In der SBB-Lagerhalle entsteht Entfaltungsraum für unterschiedlichste künstlerische Performances, Ausstellungen, Veranstaltungen. Der Beginn eines experimentellen temporären Quartiers ist somit lanciert.

Die Umsetzung der Vision vorbereiten

Das einkehrende Leben soll der Beginn einer Entwicklung sein mit der Vision, durch eine mehrjährige Zwischennutzung des Güterbahnhofareals neuen Arbeits- und Lebensraum und ein Innovationsumfeld für die Kreativwirtschaft zu schaffen (Projekt Lattich II). Ein Umfeld des Austauschs, das die Nutzung von Synergien ermöglicht und innovative Projekte und befruchtende Ideen begünstigt.

Mit dem Projekt Lattich I soll das Projekt Lattich II zur Umsetzungsreife gebracht werden. Das Innere der SBB-Lagerhalle dient dabei auch als Projektbüro Lattich. Aufbauend auf den erfolgreich funktionierenden Beispielen in Zürich (Basislager) oder Basel (Rakete) wird ein umsetzungsfähiges Projekt entwickelt. Dafür müssen viel professionelles Know-how eingesetzt und viele Gespräche mit Stakeholdern geführt werden. Es braucht Experten von ausserhalb der Region, welche ihr Know-how aus funktionierenden Beispielen in unser Vorhaben einbringen. Und es braucht vor allem professionelles Projektentwicklungs-Know-how im Bereich Immobilienentwicklung und Bauökonomie, Zwischennutzung, Kreativwirtschaft, Ambulante Architektur und Kommunikation sowie Kulturmanagement, welches das Konsortium Lattich vereint.