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Neue Holzbrücke und Beobachtungsturm im Kiesfang Vilters

Das Biotop Kiesfang im Wangserkanal liegt zwischen den Dörfern Vilters und Wangs im Sarganserland. In unmittelbarer Nähe ist das Generationenhaus Novellas, welches betagte Menschen und eine Kindertagesstätte beherbergt.

Das Gelände ist ausserdem als Naherholungsgebiet sehr beliebt, ob zum Spazieren, Joggen, Natur beobachten oder zum Nutzen von Grill-und Spielplatz.

Weshalb eine neue Brücke?

Der neue Teil des Kiesfangs ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Rundweg führt allerdings über eine nicht altersgerechte Brücke. Der Zugang ist abschüssig und nicht speziell befestigt, es gibt Unebenheiten und Wurzeln. Mit Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Rollatoren oder auch Kinderwagen kann der Weg hinauf oder hinab deshalb zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. In unserem Projekt käme die neue Holzbrücke etwas höher zu liegen, damit Auf- und Abgang entfallen. Sie wird deshalb etwas länger und zusätzlich überdacht. Jung wie Alt können den Kanal somit ebenerdig, wesentlich komfortabler und vor allen Dingen sicherer passieren.

Weshalb ein Beobachtungsturm?

Der benachbarte alte Kiesfang ist seit den 1970er Jahren ein Naturschutzgebiet und nur vom Rundweg einsehbar. Das Biotop wird von vielen Brutvögeln genutzt und im Frühling und Herbst von Zugvögeln als Rastplatz geschätzt. Dank sorgfältiger Pflege der Vegetation ist die Natur- und Pflanzenwelt sehr vielfältig, seit letztem Herbst ist sogar ein Biber zugewandert.

Gerne möchten wir der Öffentlichkeit tiefere Einblicke mit minimaler Störung von Flora und Fauna gewähren. Für einen Beobachtungsturm fehlten bisher allerdings die finanziellen Mittel. Nun soll mit Hilfe der St. Galler Kantonalbank ein Turm erstellt werden, welcher unten eine rollstuhl-und Kinderwagengängige Plattform bietet und im oberen Stock neue Perspektiven über das Gebiet eröffnet.

Was ist an diesem Projekt nachhaltig?

Nachhaltigkeit ist ein ständiger Begleiter dieses Ortes und des Projektes. Vom Generationenhaus bis zur Jugendgruppe, vom Schutz von Flora und Fauna bis zu einer nachhaltigen Bauweise. Da die Gemeinde Vilters über grosse Waldflächen verfügt, kann für den Bau der Brücke Lärchenholz aus eigenem Anbau verwendet werden. Neben minimalen Transportstrecken und -kosten wird so die eigene Wirtschaft resp. die Ortsgemeinde unterstützt. Die Bauarbeiten werden grösstenteils in Fronarbeit unter Federführung des Verkehrsvereins Vilters ausgeführt. Die späteren Unterhaltsarbeiten werden wie bis anhin ehrenamtlich erfolgen.

Wieso ist man in Vilters vom Erfolg des Projektes so überzeugt?

Das Projekt ist in der Region breit abgestützt. Sämtliche Bevölkerungsgruppen profitieren, wenn dieses Naherholungsgebiet für jung und alt sicher zugänglich ist. Hinter diesem Vorschlag stehen mehrere bewährte und äusserst engagierte Vereine und Persönlichkeiten. Die Energie und das Knowhow für die Umsetzung ist vorhanden, es fehlen einzig die finanziellen Möglichkeiten.

Dank der Brücke wird unser Zusammenleben bereichert, der Beobachtungsturm bietet neue und überraschende Perspektiven! Genau so, wie es sich die St. Galler Kantonalbank für ihren Wettbewerb zum Ziel gesetzt hat!

Meilensteine

02. Oktober 2016

Der Kiesfang ist heute schon ein beliebtes Naherholungsgebiet für Jung und Alt. Dazu gehören ein Spielplatz und ein Picknickplatz. In der unmittelbaren Nachbarschaft steht das Generationenhaus Novella, welches eine Kindertagesstätte und ein Seniorenheim beherbergt.

02. Oktober 2016

Blick auf das abschüssige, nicht behindertengerechte Gelände. Die neue Brücke ermöglicht den Heimbewohnern des benachbarten Generationenhauses Novella problemlosen und selbständigen Zugang mit dem Rollstuhl.

02. Oktober 2016

Der Kiesfang Vilters ist ein Naturschutzgelände von reicher biologischer Vielfalt. Neben der Brücke soll deshalb auch ein Beobachtungsturm (5 m) entstehen, der faszinierende Einblicke zulässt. Albert Good, einer der Mitinitianten, an der Stelle, wo der Beobachtungsturm hinkommen soll.