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Ein Dach für die Zukunft – Herberge zur Heimat

Die Herberge zur Heimat in St. Gallen ist eine langjährige soziale Institution, die seit 1888 Gäste aller Art aufnimmt. Mit der Erweiterung des Angebotes und einer Neuausrichtung könnte das Angebot noch lange Bestand haben – doch dafür sind zuerst bauliche Massnahmen notwendig.

Die Herberge zur Heimat stellt den Schutz suchender Menschen ins Zentrum und schafft in besonderen Lebenssituationen Hilfe und einen stabilen Aufenthaltsort. Dabei werden Grundbedürfnisse rasch und unbürokratisch gedeckt. Als kurzfristige Lösung in akuten Notsituationen ist sie einerseits bei den zuweisenden Fachstellen ein unentbehrliches Angebot, andererseits auch eine längerfristige Unterkunft für Personen, die aufgrund komplexer Problematiken kaum in andern Institutionen aufgenommen werden. Es sind Menschen, denen ein soziales Netz fehlt, die sich in engen Strukturen kaum unterordnen können, für die aber doch eine beschränkte Betreuung notwendig ist.

Früher war die Herberge für Jugendliche ein «Daheim», was auch eine Form von Prävention war. Auch fanden und finden hier aktuell Flüchtlinge vorübergehend ein Zuhause.

Schwierige Veränderungen

Die Bewohnerschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Zudem stellen uns auch politische Sparvorgaben vor allem in der Sozialhilfe, sowie die neue Behördenorganisation vor neue Herausforderungen.

Zunehmend beherbergen wir Bewohner/innen, die nicht nur ihr Obdach verloren haben, sondern Menschen mit Mehrfachdiagnosen, wie beispielsweise mit einer psychischen-, physischen- und Suchterkrankung. Durch verkürzte Spitalaufenthalte entsteht auch ein Bedarf an Unterbringung von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, wie zum Beispiel die Aufnahme von Patienten nach Austritt aus der Onkologie, die sich anschliessend ambulant einer Chemotherapie unterziehen und dadurch auch körperlich geschwächt sind.

Bauliche Massnahmen

Neu wollen wir auch Menschen aufnehmen, die vermehrt Pflege benötigen. Wir haben vorwiegend Bewohner/innen, die zu jung sind für einen Aufenthalt in einem Alters-und Pflegezentrum. Die speziellen Bedürfnisse dieser Personengruppe mit körperlichen Einschränkungen erfordern bauliche Verbesserungen in der Herberge. Geplant und bereits bewilligt sind ein Lift, der zu den einzelnen Etagen führt und der Einbau von einigen zusätzlichen Nasszellen. Diese Angebotserweiterung können wir erst umsetzen, wenn wir die finanziellen Mittel für die baulichen Anpassungen gesichert haben. Für die Beschaffung der erforderlichen finanziellen Mittel bitten wir verschiedene Stiftungen um Unterstützung, wie z.B. den Lotteriefonds des Kantons St. Gallen, die Metrohm Stiftung, die Göhnerstiftung. Zwei Mehr-Generationen-Familienunternehmen haben uns bereits je 50'000 Franken für das Liftprojekt zugesprochen.

Meilensteine

03. Juli 2017
28. Januar 2017
27. Januar 2017

Highnoon im St. Galler Klosterviertel! Heute um 7 Uhr wurden bei klirrender Kälte die Stahlelemente für den Lift geliefert. Millimeterarbeit war beim Kraneinsatz gefragt, so dass dem Lifteinbau und der Eröffnung Ende April nichts mehr im Wege steht.