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«Gofechössi» Theaterimpuls

Der Verein Gofechössi organisiert im Toggenburg für Tanz- und Theatervorstellungen oder Projekte für Kinder und Jugendliche.

Nebst zahlreichen öffentlichen Vorstellungen im bekannten «Chössi»-Theater organisieren die Verantwortlichen zahlreiche Theater- oder Tanzkurse oder Workshops für Kinder ab 4 Jahren, laden zur »Gofeschtond» (Vorbereitungsstunde/Einführung ins anschliessende Theaterstück oder dem «Schtärnäfunklä» (Geschichtenabende zur Weihnachtszeit). Seit zwei Jahren findet zudem auch ein wöchentlicher Theaterkurs für Jugendliche (OberstufenschülerInnen) statt. Organisiert werden zudem auch Theatervorstellungen mit oder für Schulklassen im «Chössi» oder Veranstaltungen für Theaterpädagogen usw. Der Verein «Gofechössi» konnte vor drei Jahren gegründet werden. Die Leiter Susanne Roth (künstlerische Verantwortung) und Stephan K. Haller (administrative Verantwortung) haben damals die Strukturen neu organisiert, neue Angebote geschaffen. Jedes Jahr nutzen etwa 3000 Kinder und Jugendliche aus dem Toggenburg, und der weiteren Umgebung die Angebote des «Gofechössi».

Die finanziellen Mittel für das «Gofechössi» sind sehr beschränkt. Die Helferinnen und Helfer arbeiten ehrenamtlich, stehen an der Kasse, kochen im «Chössi»-Restaurant, weisen den Gästen Plätze zu oder räumen am Schluss alle Theaterkulissen weg. Bescheiden bezahlt werden konnten früher Arbeiten der Leitung und die der Theaterpädagogen. Doch aufgrund der finanziellen Mittel arbeiten diese heute auch ehrenamtlich. In Zukunft sollen professionellen Arbeiten wieder bescheiden entschädigt werden.

Als neues Angebot wurde der «Theaterimpuls» geschaffen. Der Verein Gofechössi verlost unter mehreren Schulklassen – diesen entstehen keine Kosten – ein einmaliges Theatererlebnis. Den Klassen werden je ein/-e Theaterpädagogen/-in vermittelt, die während zehn Lektionen den Unterricht besuchen und mit den Schülern/-innen arbeiten. Die Kinder erarbeiten Techniken, die sie befähigen, zunehmend ihre Ausdrucksmöglichkeiten kreativ zu erweitern und durch Mimik, Gestik, Bewegung und Sprache unterschiedliche Empfindungen zu gestalten und anderen mitzuteilen. Indem die Kinder in neue Rollen schlüpfen lernen sie neue Seiten und Fähigkeiten an sich kennen oder können bekannte Stärken ausleben.

Diese Arbeit bietet ideale Voraussetzungen, um kreative Wege und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. Diese hilft auch im Alltagssituationen. Die Kinder entwickeln mehr Selbstvertrauen und sind später bei Schulreferaten oder anderen Herausforderungen weniger aufgeregt. Sie lernen ihre Grenzen und Blockaden kennen und diese auch zu überwinden, laut «Nein» zu sagen, zu sprechen, wenn alle zuhören, Kritik konstruktiv zu äussern oder auch mal einzustecken und kreativ umzusetzen. Mal die Führung zu übernehmen und mal den Verlierer zu spielen. Talent ist dabei zwar eine gute Basis. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, sich einzulassen, neugierig und mutig zu sein (oder zu werden). Ausdauer, Disziplin und Spielfreude gehören selbstverständlich auch dazu.

Die Lehrpersonen sind bei der Arbeit der Theaterpädagogen anwesend, helfen je nach Wunsch der Theaterpädagogen mit, hospitieren und verpflichten sich die Theaterarbeit im mindestens demselben Umfang weiterzuführen. Nach den zwanzig Lektionen zeigen die Schulklassen sich gegenseitig woran sie gearbeitet haben. Der «Theaterimpuls» fand bereits zwei Mal mit grossem Erfolg und viel positivem Feedback statt. Noch ist das Angebot aber zu wenig bekannt, dass es nachhaltig stattfinden kann. Mit einem grösseren finanziellen Beitrag könnten die Theaterpädagogen entschädigt und die Organisation professionalisiert werden. Zudem könnte es dauerhaft gefestigt und veranstaltet werden.

Meilensteine

11. Juni 2017
30. Mai 2017

«Little Hollywood» im Toggenburg

Anfang Mai war es soweit: Rund 50 Kinder durften auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Dank einer Initiative des Vereins «Gofechössi» zeigten sich mehrere Schulklassen gegenseitig am «Theater Impulstag», was sie zusammen mit einer Theaterpädagogin erarbeitet haben. Mittendrin vier SGKB-Mitarbeitende, die die Kulissen auf- und abbauten, die Technik unterstützten oder die  jungen Schauspielenden betreuten. «Versprochen ist versprochen: Wir unterstützen nicht nur finanziell, sondern auch mit Tatkraft», sagt Projekt-Götti Armin Brülisauer.