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Degersheim - zum Anbeissen

Unter diesem mehrdeutigen Titel will Degersheim unter Leitung des Verkehrsvereins zum «essbaren Dorf» werden. Statt «Betreten verboten» heisst es künftig «Pflücken erlaubt».

Die im Dorf zahlreich erhaltenen Grünflächen werden mit Nutz-, Zier- und Wildpflanzen, mit Bäumen, Sträuchern und Gemüse, bepflanzt. Die Früchte dieser Arbeit dürfen nicht nur bestaunt, sondern auch geerntet und verzehrt werden.

In einem späteren Schritt sollen auch die Bewohner und privaten Grundbesitzer in Degersheim ermuntert, motiviert und begleitet werden, ihre Gärten, Abstellplätze, Fassaden, Balkone und Terrassen in ein blühendes Meer von Obst, Früchten und Gemüse zu verwandeln.

Die Entwicklung von Degersheim in die gewünschte Richtung erfolgt nach einem strategischen Konzept und wird in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt. Allein schon Einbezug und Motivation der unterschiedlichen Beteiligten setzt einen langen Atem bei der Umsetzung voraus. Langfristig ausgelegte organisatorische Massnahmen werden das Projekt im wahrsten Sinne zum Blühen bringen und verhindern, dass die Initiative still und leise einschläft.

Ziele des Projektes

  • Dorfgemeinschaft fördern, Zusammengehörigkeitsgefühl wecken
  • Verankerung eines direkt erfahrbaren Mehrwertes im Freiraum
  • Lebensqualität steigern: «Leben – nicht nur wohnen», Grünräume werden Orte des sozialen Kontaktes
  • Sichtbare Aufwertung des privaten und öffentlichen Aussenraumes
  • Biodiversität erhalten und fördern
  • Steigerung Bekanntheitsgrad, sowohl für das Projekt als auch für Degersheim (VVD)

Nutzen

  • Weiterbildung der Mitwirkenden in allen Fragen des Gartenbaus
  • Kurse zu jeder Jahres-, Pflanz- und Erntezeit
  • Hotline zur Unterstützung
  • Nebenerwerb für Detaillisten und Landwirtschaft (Nischenprodukte)
  • Anschauungsunterricht für Schule und Schüler

 

Einbezug freiwilliger Helferinnen und Helfer

  • Schulen und Vereine
  • Senioren und Altersheime
  • Landwirtschaft und Gewerbe
  • Kloster Magdenau

Nachhaltige Wirkung

«Überschwappen» des Slogans «Degersheim – zum Anbeissen» auf möglichst viele Einwohnerinnen und Einwohner.

Einschätzung der Realisierbarkeit

Die Realisierbarkeit des Projektes hängt von den finanziellen Möglichkeiten ab. Wenn weniger Mittel vorhanden sind, verzögert sich deren Umsetzung. Eine Realisierung in Etappen ist möglich.

Meilensteine

13. Oktober 2017

In diesem Jahr startete das Projekt «Degersheim zum Anbeissen» des örtlichen Verkehrsvereins. Die Unterstützung der Gemeinde und zu früh geerntete Salate: Präsident Thomas Scherrer zieht Bilanz im Tagblatt.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel

Bildquelle: Jonas Manser

21. Juni 2017

Zwischen Kräutern und Gemüse

Die ersten Setzlinge sind gepflanzt, das Saatgut gestreut – Degersheim wird zum essbaren Dorf. Vor den Toren der St.Galler Kantonalbank in Degersheim wurde eines der ersten Beete bepflanzt - selbstverständlich packte Werner Britt, Niederlassungsleiter und Götti des Projektes «Degersheim zum Anbeissen» gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden sowie Vertretern des Projektteams tatkräftig mit an. «Wir freuen uns schon auf die Ernte», sagte Hobby-Gärtner Britt.

25. März 2017

An der Frühlingsausstellung in Degersheim ist das Jubiläumsprojekt «Degersheim zum Anbeissen» vor Ort. Am 25. und 26. März 2017 können in der Mehrzweckhalle Steinegg in Degersheim Pflanzkistchen zum Selbstanpflanzen gekauft werden.