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Brache Lachen – Freiraum fürs Quartier

Das Quartier Lachen-Schönenwegen verfügt über mehrere Grünflächen und Spielplätze sowie zwei Familiengärten. Viele Kinder im Quartier erleben trotz allem eine Kindheit mit wenig Naturkontakt. Der sinnliche Kontakt mit den Elementen ist beschränkt auf den Rasen und die Spielgeräte.

Hier möchten wir mit dem Projekt Brache Lachen Gegensteuer geben und echte Naturerlebnisse ermöglichen. Ein Platz, wo gemeinsam gegrillt, gekocht, getanzt, gespielt werden, wo verschiedene Lebensformen und Hintergründe eingebracht werden und ein zeitgemässes, interkulturelles Zusammenleben stattfinden kann, bereichert das Quartier sehr.

Der Verein tiRumpel hat langjährige Erfahrung in der Offenen Arbeit mit Kindern im Lachenquartier. Immer wieder haben wir auch den öffentlichen Raum uns kurzfristige Zwischennutzungen für unsere Aktivitäten im Quartier genutzt. Deshalb wurden wir vom Liegenschaftenamt der Stadt St. Gallen angefragt, ob wir eine leerstehende Parzelle für ein Projekt nutzen möchten. Die Stadt hat uns die Brache an der Schönausttrasse 66/68 in Gebrauchsleihe überlassen. Uns bot sich dadurch endlich die Möglichkeit den Traum von einer Kinderbaustelle im Quartier umzusetzen. Aus finanziellen und personellen Gründen möchten wir für die Kinderbaustelle keine Öffnungszeiten während der ganzen Woche anbieten. Auch war es uns ein sehr grosses Anliegen, die Brache Lachen verschiedensten Menschen zugänglich zu machen und so einen Begegnungsort im Quartier zu schaffen.

Das Gartenbauamt hat die Brache soweit hergerichtet, dass der Pilotbetrieb im März 2016 starten konnte. Die vier Trägerorganisationen der IG Brache Lachen («Verein tiRumpel», «HEKS Neue Gärten Ostschweiz», «Gartenkind» und die Abteilung dezentrales Wohnen der «Valida») planen nach dem Pilotjahr eine Betriebszeit von mindestens fünf Jahren. Deren Finanzierung ist noch nicht gesichert.

Zielgruppen

Die Angebote auf der Brache Lachen richten sich zum Einen gezielt an die Projektteilnehmenden der einzelnen Organisationen: Kinder aus dem Quartier und deren Familien bei der Kinderbaustelle «tiRumpel Werk» und dem Projekt «Gartenkind», Flüchtlinge und deren Familien beim Projekt «Neue Gärten Ostschweiz» und die BewohnerInnen der dezentralen Wohngruppe von «Valida». Zum Anderen werden mit den verschiedenen Aktivitäten auf der Brache Lachen auch weitere Quartierbewohnerinnen und -bewohner angesprochen Bei der Durchführung aller Angebote gibt es Raum und Bedarf für freiwillig Mitarbeitende.

Nachhaltigkeit

Nach einer einjährigen Pilotphase möchten wir in eine mehrjährige Betriebszeit übergehen. Hier wird der Betrieb unter der Projektleitung, die beim Verein tiRumpel liegt, mit einer Betriebsgruppe bestehend aus den unterschiedlichen Nutzerinnen und Nutzern gewährleistet. Aus dem laufenden Projekt entstehende Verbindungen und Ideen sollen Raum finden in der lebendigen Weiterentwicklung der Brache Lachen. Es werden zusätzliche Öffnungszeiten angestrebt und allfällig kann das Gelände noch ausgeweitet werden.

Meilensteine

27. September 2017

Ein kleines Fest auf der Brache Lachen

Es braucht nicht viel für ein kleines Fest: Salate, Kuchen und etwas zum Bräteln. Für die musikalische Stimmung auf der Kinderbaustelle sorgte die buntgemischte Musikgruppe «Dschané». Die sechs Künstlerinnen und Künstler begeisterten gross und klein mit ihrer gemeinsamen Leidenschaft für Roma-Lieder.

06. Juli 2017

Es schmeckt nach Sommer

Ende Juni 2017 lud die Brache Lachen zu einem Sommerfest ein. Für die musikalische Sommerstimmung sorgte die Band Sera Landhaus. Salate, Kuchen und etwas zum Bräteln war erwünscht. Das liess sich Patrique Zoller, Götti des Projekts nicht zweimal sagen und packte gemeinsam mit seinem Sohn Yanik die Taschen voll mit Bratwürsten, Bürlis und Chips und überraschte die Feiernden.

01. Juni 2017

Der Götti! Der Anpacker! Der Pate!

«Wer das erste Mal vor dem Tor der Brache Lachen steht, will wieder Kind sein», sagt Patrique Zoller. Kennen gelernt hat der Berater Privatkunden der St.Galler Kantonalbank die Kinderbaustelle im Rahmen des Freiwilligenprojekts der Bank. «Und als ich erfuhr, dass sie eines der Siegerprojekte des SGKB- Jubiläumswettbewerbs ist, wollte ich unbedingt ihr Götti werden», so Zoller. Gesagt getan: Seitdem engagiert er sich für das Projekt: Auch trotz seines Wiegenfestes liess er es sich nicht nehmen, die Kinderbaustelle aus dem Winterschlaf zu wecken. «Der Götti chunnt, auch wenn er Geburtstag hat», ist sein Kommentar.