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Wasserspiel THoch3

Wasserstrahlen spritzen in die Höhe und zeichnen Kurven. Vom Wetter und von spielenden Kindern werden sie verwischt, verspritzen und erfrischen. Die erste Kurve verschwindet, überraschend wird sie von einer zweiten fortgesetzt. Ein unendlich dauerndes Spiel mit Wasser, Wind, Mathematik, Zufall, aber auch mit Ort und Mensch.

Mein Wasserspiel belebt, erfreut, erquickt. Es verbindet Mathematik, Zufallszahlen, Naturelemente und Menschen.

Dem Wasserspiel liegt die Idee zu Grunde, dass mittels Zufallszahlen Kurven in einem Kubus generiert werden. Diese Kurven durchmessen einen (virtuellen) Kubus von einem Kubikmeter. Die Kurven werden als sogenannte Bézier-Kurven berechnet. Solche Kurven werden beispielsweise in der Typographie und im Design benutzt. Aber auch in der bildenden Kunst gibt es Beispiele: Bernhard Tagwerker hat damit einige Zeit gearbeitet: mittels Zufallszahlen und Plotter hat er Bilder generiert, deren Grundelemente Bézier-Kurven sind.

Insofern ist meine Grundidee eine Variante des Gestaltungsprozesses von Tagwerker. Aber in meinem Wasserspiel sind es dreidimensionale Kurven im Kubus, visualisiert mittels Wasserstrahlen. Das Wasserspiel heisst deshalb «THoch3».

Eine erste Kurve wird durch Zufallszahlen generiert. Dann werden neue Zufallszahlen gezogen und das Ende der ersten Kurve wird zum Anfangspunkt der zweiten Kurve. Die erste Kurve fällt zurück auf den Boden, die neue spritzt in die Höhe. So wandern diese Kurven durch den Kubus, überraschend, weil zufällig generiert, beeinflusst durch die äusseren Umstände. Mal verläuft sie sehr hoch, mal durchmisst sie mehr oder weniger den ganzen Kubus, mal kriecht sie nur am Boden entlang oder schlängelt sich in einer Kubus-Ecke.

Ein Ort, ein Platz, die Menschen darauf werden belebt, erfrischt, erfröhlicht.

Das Spiel des Wassers und der Elemente soll sich auf die Menschen übertragen. Ich denke, dass dadurch der manchmal dürre und graue Alltag etwas erfrischt wird. Das wirkt nachhaltig und kann immer wieder aufs Neue wirken.

Noch ist der Ort nicht festgelegt, wo das Wasserspiel installiert wird. Es soll ein öffentlicher Ort sein, der heute etwas trocken und leblos ist und durch das Wasserspiel erfrischt wird. Die Institution, die von dieser Belebung von Ort und Menschen profitieren möchte, wird in der ersten Projektphase gesucht und bestimmt. Primäre Bedingung an diesen Ort in den Kantonen SG oder AR ist, dass dort eine deutliche Belebung zu erwarten ist.

Mein Wasserspiel «THoch3» freut sich auf diesen Ort, auf die Menschen dort, auf die Überraschungen.