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Die Welt der Bienen erhalten

Ein Lehrbienenstand im Toggenburg soll dazu dienen, eine moderne Ausbildung für Jungimker zu ermöglichen und folglich dazu beitragen, die Bienenpopulation in der Region nachhaltig zu stabilisieren.

Seit Millionen von Jahren bestimmen die kleinen Bienen und ihre Vorfahren die Evolution unserer Erde massgeblich mit. Blütenpflanzen und Bienen haben sich in Abhängigkeit voneinander entwickelt. Die größte Gruppe aller Landpflanzen sind die Blütenpflanzen. Sie brauchen für ihre Vermehrung die Bestäubung durch Tiere.

Heute weiss man aus Pollenanalysen des Honigs, dass Honigbienen bis zu 80 Prozent aller insektenblütigen Pflanzen bestäuben.

Zeitgemässe Ausbildung ermöglichen

Das gestiegene Interesse am Thema «Biene» hat die Toggenburger Bienenvereine ermuntert, ein gemeinsames Projekt «Lehrbienenstand» im Tal anzupacken. Die Idee ist es, ein «Schulzimmer» für Imker einzurichten. Das wird dann ein Lehrbienenstand genannt. Damit kann den heutigen qualitativen Anforderungen dieser Lehrgänge entsprochen und die Freude am Imkern weitergeben werden.

Das Wissen wird an Imkerkursen mit rund 16 Teilnehmenden weitervermittelt. Diese Kurse werden heute in kleinen, engen, dunklen und altertümlich eingerichteten Bienenhäuser durchgeführt. Ziel wäre es, eine moderne Infrastruktur für die Vermittlung des anspruchsvollen Hobbys aufzubauen. Immerhin sind in den letzten fünf Jahren im Toggenburg und Neckertal 141 Jungimker in fünf verschiedenen Vereinen ausgebildet worden.

Im ehemaligen Schützenhaus

Der geplante Lehrbienenstand kann ins ehemalige Schützenhaus Schlosswies integriert werden. Im Untergeschoss steht das ehemalige Schützenstübli als Theorieraum für Ausbildungen oder Informationsaustausch dem Team Lehrbienenstand zu Verfügung. Das Gebäude ist mit Strom und Wasser versorgt sowie dem Abwassersystem angeschlossen. Unmittelbar unterhalb des Gebäudes an der Erschliessungsstrasse sind 15 Parkplätze für Besucher vorhanden.