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Neugestaltung der Flawiler Pausenplätze Feld, Egg und Alterswil

Basierend auf einem Prüfungsbericht der Beratungsstelle für Unfallverhütung mussten aus Sicherheitsgründen im Herbst 2014 zahlreiche Spielgeräte auf allen Flawiler Schulanlagen abgebrochen werden.

Stark davon betroffen waren der Kindergarten und das Schulhaus Feld, sowie der Kindergarten Egg und das Schulhaus Alterswil. Quasi über Nacht wurde das Spiel- und Bewegungsangebot für Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler arg dezimiert. Nun wird in einem partizipativen Vorgehen unter Einbezug von möglichst vielen Beteiligten die Neugestaltung dieser Pausenplätze an die Hand genommen. Es sollen naturnah gestaltete Spiel- und Bewegungsangebote entstehen, welche das kindliche Grundbedürfnis nach Bewegung abdecken. Wenn nach der Unterrichtszeit zudem junge Eltern von nah und fern mit ihren Kindern diese Pausenplätze aufsuchen oder Schulkinder noch etwas länger dort verweilen, weil diese mit den Spiel- und Bewegungsangeboten attraktiver geworden sind, freut dies die Projektverantwortlichen der Schule Flawil.

Die oben erwähnte Partizipation beschränkt sich nicht allein auf die Planung und Entwicklung der Pausenplatzgestaltung sondern zieht sich durch den ganzen Prozess, über die Finanzierung bis hin zur Realisierung. Dabei werden Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen, Eltern aber auch die Schulbehörde, der Unterhaltsdienst, die Liegenschaftenverwaltung, Mitarbeiterinnen der Tagesstruktur, der Zivilschutz oder Lernende von ortsansässigen Handwerkern einbezogen. Während in der Planungsphase z.B. gemeinsam Modelle gebastelt, Ideen zusammengetragen und ausgewertet werden, kann es bei der Finanzierung darum gehen, dass Schulklassen Geldsammelaktionen kreieren oder die Behördenvertreter auf Sponsorensuche gehen. Bei der Umsetzung könnten in einer Projektwoche, bei welcher unter fachlicher Anleitung Lehrpersonen und freiwillige Eltern mit Schüler/-innengruppen tätig sind, konkrete bauliche Arbeiten erledigt werden. Ebenfalls in diesem Rahmen sind der Einsatz des Zivildienstleistenden aus Flawil, von Mitarbeitern des Unterhaltsdienstes oder von Lernenden ortsansässiger Handwerker höchst willkommen.

Das Projekt ist bereits lanciert und wird in den kommenden Jahren realisiert. Die Tatsache, wie viele Geldgeber für die Mitfinanzierung gefunden werden können, ist aber ausschlaggebend dafür, wie die Dimensionen ausfallen. Bleibt es beim zugesicherten Budgetbetrag der Gemeinde, können nur die abgebrochenen Spielgeräte ersetzt werden. Gelingt es aber, auch von Dritten Finanzen zu generieren, kann eine umfassende, auf die Region ausstrahlende, kindergerechte, nachhaltige und naturnahe Pausenplatzgestaltung angegangen werden. So hoffen die Projektverantwortlichen der Schule Flawil auf eine Nominierung beim Projektwettbewerb «150 Jahre St. Galler Kantonalbank», um die Neugestaltung der Pausenplätze in Flawil gemeinsam weiter wachsen zu lassen und damit Zukunft zu schaffen.