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ExpoSen

Verschiedene Organisationen engagieren sich für Personen im fortgeschrittenen Alter. Die Schwierigkeit für die freiwilligen Helfer besteht meist darin, sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können und so auf die wertvollen Dienstleistungen aufmerksam zu machen.

Um breit angelegte Imagekampagnen zu fahren, fehlt den auf Spenden angewiesenen Organisationen das Geld. Die Seniorenmesse ExpoSen soll Personen ab 55 Jahren ansprechen und ihnen genau diese Organisationen näher bringen. Weiter soll die ExpoSen «der» Ort sein, an dem sich Personen kurz vor oder im dritten Lebensabschnitt über verschiedene Themenschwerpunkte im Bereich Vorsorge/Finanzen (Pensionskasse, AHV, Versicherungen, Geldanlage, Wohnsituation, Gesundheit, Testament, usw.), Genuss (Freizeitbeschäftigung, Sport, Fitness, Ernährung, Weiterbildung, Reisen usw.) sowie Engagement und Soziales (Betreuung und Pflege, medizinische und technische Hilfsmittel, alternative Heilmethoden, Sicherheit, Fahrdienste, Entlastung pflegender Angehöriger, Trauerbegleitung, finanzielle Unterstützung etc.) informieren können.

Im Vordergrund steht das persönliche Gespräch, das von älteren Menschen besonders geschätzt wird. Im Fokus soll an der ExpoSen die Beratung und Information und nicht der Verkauf stehen. So sollen auch Fachvorträge von Experten zu verschiedenen Themen stattfinden. An diesen können Interessierte ohne jegliche Verpflichtung teilnehmen und so einen ersten Einblick in ein bestimmtes Thema sowie persönliche Inputs gewinnen.

Mit einem der ExpoSen angegliederten Gastro- und allenfalls Unterhaltungsangebot sollen die sozialen Kontakte gefördert und gepflegt werden. Die Pflege der Kameradschaft unter den Pensionärinnen und Pensionären sowie den Personen kurz vor dem Rentenalter steht auch bei der Organisation der ExpoSen im Zentrum. Die Seniorenmesse soll nämlich in erster Linie von Seniorinnen und Senioren umgesetzt werden. Ganz nach dem Motto: ExpoSen – Eine Messe für Senioren und von Senioren. Die freiwilligen Helfenden werden dabei vom Projektteam tatkräftig unterstützt und können bei Bedarf in den verschiedenen Bereichen auf die Fachkompetenz von aktiven Berufsleuten zurückgreifen. So entsteht ein reger Austausch, von dem alle profitieren können.

Die erste Durchführung der ExpoSen ist auf Grund der Verwurzelung und Herkunft des Projektteams im St.Galler Rheintal angedacht. Falls das neue Angebot wie erwartet bei der Zielgruppe auf Interesse stösst, soll die ExpoSen jährlich wiederholt und in verschiedenen Regionen durchgeführt werden. Ziel ist es, dass insgesamt 3-4 Durchführungsorte ausgewählt werden, an die im 3-4 Jahresrhythmus zurückgekehrt wird. Somit findet zwar jedes Jahr eine ExpoSen im Kanton St.Gallen statt, aber nur alle 3-4 Jahre in der «eigenen» Region. Damit wird nicht nur einer allfälligen Verzettelung der Besucherströme vorgebeugt, sondern auch die Ressourcen der regionalen Organisationen geschont.

Profitieren von der ExpoSen werden alle Personen ab 55 Jahren, die ihren dritten Lebensabschnitt selbstbestimmt und aktiv gestalten möchten sowie die verschiedenen Organisationen, welche auf Freiwilligenarbeit basieren und sich für ältere Menschen einsetzen. Sie erhalten durch die ExpoSen eine Plattform und können so in der breiten Bevölkerung ihren Bekanntheitsgrad steigern und allenfalls sogar weitere Freiwillige gewinnen. Weiter profitieren die freiwilligen Helfenden der ExpoSen von einer gemeinsamen, sinnvollen Aufgabe zu Gunsten der erwähnten Zielgruppe sowie den neuen, sozialen Kontakten.