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da → Heim? eine theatrale Reise um den Säntis

Was macht das Sich-beheimatet-, Sich-daheim-Fühlen, aus? Wie und mit wem fühlen wir uns heute zugehörig? Welche Symbole und Rituale drücken unser Sich-daheim-Fühlen aus, welche Lieder, welche Sprache? Oder gibt es eine Ästhetik der Mehrzüngigkeit? Was verweist uns auf die Zugehörigkeit in der Vielheit, den Zusammenhalt Vieler?

All diesen Fragen begegnen 150 Reisende im Ringzug zwischen Säntis und Rheinebene dahin fahrend, Worten und Klängen eines vielfältigen Zuhauses lauschend. Verwirrungen und Verrückungen ausgesetzt. Lesend, sehend und miteinander erzählend. Selbst an Text-Konzerten mitwirkend, angeregt über die eigene Zugehörigkeit und die gemeinsame Zukunft nachdenkend.

Manche pendeln täglich Teile der Strecke, die nun ein Ganzes ist und alle die tägliche Perspektive wechseln lässt, entschleunigt dem digitalen Geschwindigkeitsrausch entronnen.

Immer gegenwärtig der Säntis – Mittelpunkt Europas.

Der Verein «Bühne unterwegs» möchte die Menschen, die in den Kantonen St. Gallen und Appenzell AR  leben, an fünf Abenden auf einer je dreistündigen Reise im Ringzug um den Säntis, begleitet und angeleitet von Künstlerinnen und Künstlern und verschiedenen regionalen Musik- und Brauchtumsgruppen, zum Nachdenken und Innehalten bringen. Miteinander im Austausch über das, was für die Einzelnen das Daheim-Sein ausmacht, angeregt von eingewanderter und ausgewanderter Literatur und regionalen Geschichten und Autor/-innen.

Viele, die normalerweise auf dieser Strecke pendeln, erleben diese Reise plötzlich neu und werden nie mehr auf die gleiche Weise in ihren Alltagstrott zurückkehren.

Die Menschen, die, wenn sie zur Arbeit pendeln, allenfalls auf ihre Mobiltelefone starren, bekommen plötzlich auf dieser Reise Kontakt zu anderen Reisenden. Sie tauschen sich aus, erleben die Landschaft und die Region mit anderen Augen, da die von innen und aussen kommenden Künstler/-innen mit ihrem Blick auf das, was in der Region an vielfältigen Erzählungen da ist, ihre Perspektive, ihren alltäglichen Blick verändern. Künstlerisch inspiriert und emotional berührt entsteht ein neues Nachdenken über Identität, über Gemeinschaft und eine neue Vision von Zukunft in Vielfalt.