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Was ist eigentlich der Minergie-P-Standard?
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Die Visiere sind gesetzt, das Baugesuch ist eingereicht. Mit welchen Themen sich Simone und Stefan Suter derzeit beschäftigen, erzählen sie uns im zweiten Teil "Die Baueingabe".
Stefan Suter, Ihr Architekt hat sämtliche Unterlagen mit dem Baugesuch eingereicht und die Visiere zeigen bereits, wohin Ihr Traum zu stehen kommt. Welche weiteren Schritte fallen nun an?
Stefan Suter: Das Baugesuch liegt seit Mitte Januar bei der Gemeinde. Nun heisst es erst einmal abwarten. In ungefähr drei Wochen wissen wir mehr. Natürlich hoffen wir, dass keine Einsprachen eingereicht werden und das Bauvorhaben nach unseren Eingaben bewilligt wird.
In der Zwischenzeit haben Sie sich bereits einige Gedanken zum Innenleben Ihres neuen Heims gemacht.
Simone Suter: Nachdem der Entscheid für den Hausbau gefällt war, haben wir einfach unsere Vorstellungen und Wünsche auf Papier gebracht. Stefan hat zur Unterstützung ein PC-Programm gekauft, von dem wir leider nicht sehr begeistert waren. So haben wir weitere Tipps und Ideen bei unseren Kollegen und Verwandten eingeholt, welche Ihr Häuschen bereits bewohnen und erste Eigenheim-Erfahrungen machen konnten.
Stefan Suter: Das Haus wurde mittlerweile fertig gezeichnet. Für die Raumgrössen konnten wir uns bestens an unserer derzeitigen Wohnung orientieren. Man hat so seine Wünsche und Vorstellungen: was bei der Mietwohnung schon praktisch war, soll beibehalten werden; was bei einem Neubau besser gemacht werden kann, soll so umgesetzt werden und es gibt Dinge, aufwelche wir sogar ganz verzichten möchten.
Läuft denn nun alles nach Wunsch oder gibt es während der Planung auch Probleme, die ihr dringend lösen müsst?
Simone Suter: Die Planung eines Hauses erfordert grosse Flexibilität. Wir sind uns bewusst, dass nicht alles reibungslos abläuft. Es gilt vor allem, Kompromisse einzugehen und Lösungen zu finden. So haben wir beispielsweise festgestellt, dass unser bisheriger Kleiderschrank von der Grösse und Form her nicht wunschgemäss in unser Raumkonzept passt. Wir haben uns dann kurzerhand für einen begehbaren Kleiderschrank entschieden.
Stefan Suter: Ein weiteres Problem sind unsere beiden Katzen. Da beim MINERGIE-P-Standard eine gute und dichte Gebäudehülle vorausgesetzt wird, ist der Einbau von Katzentüren nicht erlaubt. Damit die Gebäudehülle keine Wärmebrücken aufweist, dürfen nicht unnötig viele Durchdringungen gemacht werden. Aber auch hier haben wir eine Lösung gefunden. Wir werden die Katzentüre am verglasten Sitzplatz installieren, damit die Katzen wenigstens einen Unterschlupf finden, bis wir sie durch die Türe reinlassen können. Da der verglaste Sitzplatz nicht zur Gebäudehülle gehört, ist dies problemlos möglich.
Ihr scheint bereits sehr gute Vorstellungen von Eurem neuen Zuhause zu haben. Gibt es auch noch Punkte, bei denen Ihr Euch noch nicht ganz schlüssig seid?
Stefan Suter: Ja klar. Zur Diskussion steht derzeit eine Regenwassernutzungsanlage. Die gehört zwar nicht zum MINERGIE-Standard, wäre aber durchaus ein Plus für die Umwelt. Die Mehrkosten gegenüber Sickerschächten belaufen sich auf ca. 3'000.00 Franken. Der Einsatz des Regenwassers wäre überall dort möglich, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist, wie bspw. bei der WC-Spülung, der Waschmaschine, dem Garten etc. Ein 4-Personen-Haushalt kann bis zu 40'000 Liter Trinkwasser pro Jahr durch die Regenwassernutzung sparen. Die Menge ist jedoch abhängig vom Standort und der Grösse des Daches ...
Simone Suter: ... und nicht zu vergessen: Was im ersten Moment etwas komisch klingt, hat eigentlich nur Vorteile. Regenwasser eignet sich für die Wäsche besonders gut, denn der Kalkgehalt ist gleich null und der pH-Wert sehr niedrig. Dank des weichen Wassers ist nicht einmal mehr ein Weichspüler notwendig. Die Lebensdauer der Waschmaschine wird durch das kalkfreie Wasser zusätzlich verlängert.
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Ebenfalls habt ihr Euch schon viele Gedanken über die Materialien und das Innenleben des Hauses gemacht, dazu kommen wir aber in einer nächsten Folge. Nun warten wir gespannt mit Euch auf den Entscheid der Gemeindeverwaltung und hoffen auf eine problemlose Erteilung der Baubewilligung.
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